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Bundesliga-Runden 5 und 6: Niederlagen gegen Werder Bremen und Norderstedt

Am Samstag ging es für die SG Speyer-Schwegenheim gegen die Schachabteilung des SV Werder Bremen. Während die Pfälzer mit gleich drei Spielern der zweiten Mannschaft antraten, waren die Hansestädter auch deutlich entfernt von ihrer Bestbestzung klar favorisiert.
Doch der erste Punkt wurde geteilt: GM Nikita Meshkovs an Brett 3 sah sich den kompletten Spielverlauf in ausgeglichener Position, wodurch zwangsläufig ein Remis entstand.

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GM Nijat Abasov am Spitzenbrett brachte die Pfälzer sogar in Führung, als er in bereits klar besserer Stellung ein Schachmatt sowie einen Turmgewinn gleichzeitg androhte, von denen nur noch eines abzuwehren war.
Einen weiteren halben Punkt steuerte GM Antonios Pavlidis (4) bei. Hier wurden schnell viele Figuren getauscht, am Ende bleiben jedem Spieler neben dem König nur drei Bauern.
Zu diesem Zeitpunkt standen die Zeichen sehr gut für eine Überraschung, doch dann übersah GM Arturs Neiksans an Tisch 2 eine Wendung, die ihn eine Figur gekostet hätte. Er streckte sofort die Waffen.
Mehr Fortune hatte Enrico Krämer (8), der sich ständig in der Defensive befand, sogar einen Bauern geben musste, dann aber die richtigen Züge zum Remisendspiel fand.
Im Rückstand geriet die SG, als Simon Commercon an Brett 7 verlor. Nach der Eröffnung hatte er eine Qualität mehr, gab diese jedoch im falschen Moment zurück, sodass am Ende keine Chance auf ein positives Ergebnis mehr bestand.
Für den Ausgleich sorgte GM Luca Shytaj (5), der im Mittelspiel eine Figur opferte, um den gegnerischen Monarchen seiner Deckung zu berauben. Nach Rückgewinn der Figur hatte er zwei Mehrbauern, was er problemlos zum Punktgewinn nutzte.
Die längste Partie des Abends spielte FM Denis Mager (6). Nach einem Figurenopfer seines Kontrahenten hatte er zeitweise sogar Vorteile, ein zeitnotbedingter falscher Läuferzug im Endspiel brachte ihn jedoch auf die Verliererstraße.
Am Ende stand erwartungsgemäß ein knappes 4,5:3,5 für die Hansestädter, die Zuschauer waren sich aber einig, dass der Außenseiter aus der Pfalz mindestens einen Mannschaftspunkt verdient gehabt hätte.

Noch klarer waren die Rollen am Sonntag verteilt, als die SG in gleicher Besetzung auf den SV Lingen traf. Die Emsländer hatten zum ersten Bundesliga-Heimspielwochenende ihrer Vereinsgeschichte keine Kosten und Mühen gescheut und traten annähernd in Bestbesetzung und mit acht Großmeistern an, wodurch sie an allen Brettern favorisiert waren, zum Teil recht deutlich.
Doch kampflos wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. GM Nijat Abasov opferte einen Bauern, um seinerseits Aktivität zu gewinnen. Nach Abtausch mehrerer Figuren verflachte die Partie und die Kontrahenten einigten sich auf Unentschieden.
Chancenreicher verlief gar die Partie von GM Nikita Meshkovs, der am Damenflügel angriff, sein Spielpartner am Königsflügel. Doch auch hier egalisierten sich die Kräfte und der Punkte wurde geteilt.
Enrico Krämer brachte die Gäste sogar in Führung. Er drang im Mittelspiel in die gegnerische Stellung ein und gewann schließlich wegen Zeitüberschreitung, da seinem Gegenüber nichts mehr einfiel. Glückwunsch zu seinem ersten vollen Punktgewinn in der Bundesliga!
Postwendend war die Führung dahin, da GM Antonios Pavlidis nach einem Bauernopfer in Angriffsstellung eine weitere Opfermöglichkeit übersah und schlussendlich mit Minusbauer und Figurenschwäche ins Endspiel kam. Hier hatte er keine Chance mehr.
In Rückstand geriet die SG, als Simon Commercon verlor. Er ging bereits mit strukturellen Schwächen ins Mittelspiel, musste im Doppel-Turmendspiel erst einen, dann zwei Bauern geben. Dies war zu viel.
Einen weiteren halben Zähler steuerte FM Denis Mager bei. Zwischenzeitlich hatte er sogar Gewinnchancen, übersah jedoch eine Abwicklung und erreichte zum Ende eine absolut ausgeglichene Stellung.
Die Begegnung war entschieden, als GM Luca Shytaj verlor. Im Mittelspiel musste er eine Qualität geben. Danach verteidigte er zäh, sein Spielpartner fand auch nicht immer den besten Zug, am Ende gelang es ihm aber doch, die entscheidenden Züge zu finden.
Aufgrund der feststehenden Niederlage stellte auch GM Arturs Neiksans seine Siegbemühungen ein und einigte sich mit seinem Gegenüber auf eine Punkteteilung. (rs)

24.11.2019: Bei der ersten Doppelrunde der Saison 2019/20 der Schachbundesliga traf Wiederausteiger SG Speyer-Schwegenheim auf den SC Viernheim sowie den Aachener SV. Während die Pfälzer gegen den 5. der Vorsaison aus Südhessen knapp, aber verdient mit 3,5:4,5 verloren, gab es gegen Mitaufsteiger Aachen einen glatten 6:2-Sieg.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Schachbundesliga fand eine Spielrunde in der ehrwürdigen Stadt Speyer statt. Die Vorstandschaft der SG Speyer-Schwegenheim hatte zu diesem Anlass das Haus Trinitatis, das zur Dreifaltigkeitskirchengemeinde gehörende Gemeindehaus der Heiliggeistkirche angemietet.
Nach den einleitenden Begrüßungsworten durch die Bürgermeisterin und Sportdezernentin der Stadt Speyer Monika Kabs wurden am Samstag wenige Minuten nach 14 Uhr die Uhren in Gang gesetzt. Die SG hatte es als Aufsteiger gleich mit dem letztjährigen Tabellenfünften SC Viernheim zu tun und war damit krasser Außenseiter. An allen Brettern wiesen die Gegner zum Teil immense ELO-Vorteile auf. (weiterlesen)

Die erste Mannschaft der SG Speyer-Schwegenheim ist nach dem letztjährigen Abstieg wieder zurück in der ersten Schachbundesliga, der stärksten Schachliga der Welt. Nach dem verlustpunktfreien „Durchmarsch“ in der 2. Liga Süd freut sich der Aufsteiger auf sein erstes Heimspielwochenende mit den Runden 1 und 2 am 23. und 24. November.
Zum ersten mal findet ein Mannschaftskampf der Schachbundesliga in Speyer statt, was ein Novum für die Speyerer Sporthistorie ist. Im Haus Trinitatis bei der Heiliggeistkirche (Johannesstr. 6a) treten mit dem SC Viernheim und dem Vizemeister SV Hockenheim zwei hochkarätige Mannschaften an, letzere mit Titelambitionen.

Der Zeitplan sieht folgene Begegnungen vor:

Samstag, 23.11., 14:00 Uhr:

SG Speyer-Schwegenheim  –  SC Viernheim  
SV Hockenheim                      –  Aachener SV

Sonntag, 24.11., 10:00 Uhr:
SC Viernheim  –  SV Hockenheim
Aachener SV    –  SG Speyer-Schwegenheim

Für Zuschauer ist der Eintritt frei!
Die Partien können live im Internet verfolgt werden (https://www.schachbundesliga.de/liveportal)
Die Ergebnisse werden dann hier zu finden sein: https://www.schachbund.de/SchachBL/bede.php?liga=bl&runde=1

02.11.2019: Josef Lennartz-Open in Schwegenheim wieder sehr gut besucht.
(siehe auch hier)

Mit Julian Stein, Henri Varel, Luis Wenzl, Bogdan Sharshatkin und Eren Parmakerli konnten fünf von zahlreichen Nachwuchsspielern der Schachgemeinschaft Speyer-Schwegenheim beim Josef-Lennartz-Open aufs Treppchen gelangen und einen der begehrten Pokale entgegennehmen.

Das zum wiederholten Mal ausgetragene Jugendturnier, benannt nach einem großen Förderer der Pfälzischen Schachjugend, bot dem Nachwuchs erneut die Gelegenheit, sich mit Altersgenossen anderer Vereine zu messen. Nicht zuletzt die Wetterlage war wohl die Ursache dafür, dass mit 57 Kindern und Jugendlichen mehr Teilnehmer den Weg nach Schwegenheim ins Bürgerhaus fanden als sonst. Die jungen Akteure wurden in fünf Turniergruppen aufgeteilt und von einem eingespielten Team, bestehend aus Spielleitern, Schiedsrichtern und Küchenpersonal bestens betreut. Jeder Spieler absolvierte sieben Schnellschachpartien, ausgetragen in sieben Runden nach dem Schweizer System mit einer einheitlichen Bedenkzeit von beiderseits 20 Minuten. (weiterlesen)

27.10.2019: Zwischenbilanz der Mannschaften:
In der aktuellen Saison nimmt die SG Speyer-Schwegenheim mit insgesamt acht Mannschaften am Spielbetrieb teil. Nach den ersten Runden ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.
In der 1. Bundesliga beginnt die Saison erst Ende November. Hier trifft unsere 1. Mannschaft bei ihrer Heimspielrunde am 23. und 24.11. in Speyer (Haus Trinitatis in der Johannesstraße, hinter der Heiliggeistkirche) auf die Mannschaften aus Viernheim und Aachen. Wie in den ersten Jahren kann das Ziel auch dieses Mal nur Klassenerhalt lauten, was angesichts der Stärke der Bundesliga schwer genug werden dürfte.
Die 2. Mannschaft tritt dieses Jahr in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga an. Dem Auftaktsieg gegen den SK Ludwigshafen folgten ein etwas glücklicher Sieg gegen die SG Trier und am letzten Wochenende ein 4:4 gegen die Schachfreunde aus Mainz. Mit 5:1 Punkten belegt das Team damit vorläufig den 4. Platz. Der Aufstieg ist somit aus eigener Kraft noch machbar, wird allerdings sicherlich kein Selbstläufer.
Nach ihrem letztjährigen Aufstieg in die 2. Pfalzliga ist es das Ziel der 3. Mannschaft, sich in der neuen Liga zu etablieren. Nicht zu erwarten und daher umso erfreulicher der bisherige Saisonverlauf: nach einem (v.a. in der Höhe sensationellen) 6:2 gegen Herxheim folgte ein glücklicher Sieg gegen Rülzheim. Nach der zu erwartetenden Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten aus Altrip konnte am 4. Spieltag der ESV Ludwigshafen mit 5:3 geschlagen werden. Somit steht die Mannschaft momentan völlig unerwartet mit 6:2 Punkten auf Platz 3!
Auch für die 4. Mannschaft kann es in der Bezirksliga nur um den Klassenerhalt gehen. Nach der wenig überraschenden Auftaktniederlage gegen Kandel gelang am 2. Spieltag ein sensationeller Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Maxau-Wörth. Somit steht die Mannschaft in der noch jungen Saison mit 2:2 Punkten vorläufig im Mittelfeld der Tabelle.
Die 5. Mannschaft ist in der Bezirksklasse mit 0:4 Punkten gestartet und befindet sich somit bereits im Abstiegskampf. Einer klaren Auftaktniederlage gegen Hagenbach II folgte am letzten Wochenende ein 2:4 gegen Herxheim II. Hier kann es in den nächsten Runden nur darum gehen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
In der Kreisklasse sind wir dieses Jahr mit zwei Mannschaften vertreten. Zum Auftakt konnte die 6. Mannschaft etwas überraschend mit 3:1 gegen unsere 7. die Oberhand behalten. Durch einen Sieg gegen Westheim III konnte die 7. Mannschaft am zweiten Spieltag den Anschluss ans Mittelfeld herstellen, die 6. Mannschaft erzielte hier ein 2:2 gegen Bellheim V.
In der Seniorenliga hat unser – durch Spieler aus Hagenbach verstärktes – Team bislang 2:2 Punkte erzielt. Der Auftaktniederlage gegen Deidesheim folgte ein Sieg gegen Worms 1878.
Insgesamt können wir mit dem Auftakt also zufrieden sein. Die weiteren Spiele lassen bei allen beteiligten Mannschaften noch eine Menge Spannung erwarten! (-tk-)
08.09.2019: Achtungserfolg für Peter Flörchinger:

Peter Flörchinger hat beim Kurz-Open In Buchen den Seniorenpreis gewonnen. In dem 42 Teilnehmer umfassenden Feld befanden sich sieben Titelträger. An Nummer 26 der Rangliste gesetzt holte der Speyerer aus fünf Partien drei Punkte und landete auf Rang 15, punktgleich mit dem Achtplatzierten. Der 68jährige gewann zwei Partien, spielte zweimal remis und verlor nur gegen einen der Titelträger.
 
25.08.2019: Große Erfolge unserer Jugendlichen bei den Bezirksmeisterschaften:
Vom 23.-25.08.2019 fanden in Bellheim die Bezirksmeisterschaften statt. Aufgrund einiger terminlich bedingten Absagen brachten wir leider nur 4 Spieler an die Bretter, diese waren dafür allerdings umso erfolgreicher! (weiterlesen)
 
10.06.2019: Thorsten Kunz Turniersieger bei den Haßlocher Schachtagen im B-Turnier:
Ein großer Erfolg im Amateurschach gelang Thorsten Kunz (SG Speyer-Schwegenheim) bei den Internationalen Schachtagen in Haßloch. Mit ihm errang erstmals ein Angehöriger des Speyerer Traditionsvereins im B-Turnier den Turniersieg.
Bei diesem renommierten und stark besetzten Turnier setzte er sich gegen die große Konkurrenz von 203 Gegnern vollkommen verdient durch. Bis auf eine Ausnahme absolvierte Kunz an drei aufeinander folgenden Tagen jeweils zwei Partien, was neben der spieltechnischen Leistung auch eine gute Kondition erforderte. Außerdem saß er durchweg mit völlig unbekannten Gegnern anderer Landesverbände am Brett. Auf deren unbekannten Spielstil konnte er sich nicht vorbereiten, so dass er seinem soliden Spielaufbau und Positionsspiel vertraute. Das gelang ihm hervorragend, denn nach fünf Siegen in Folge genügte ihm in den beiden Schlussrunden jeweils ein Remis, um am Ende mit sechs Zählern und aufgrund der besseren Wertung den nächsten Verfolgern das Nachsehen zu geben. (-pf-)

Partie des Monats

11.05.2019: In der diesjährigen Nachwuchsliga des Bezirks Südost belegte unsere Mannschaft unter zehn teilnehmenden Mannschaften einen guten dritten Platz. (weiterlesen)

30.04.2019: Niklas Thumm und Julian Stein erfolgreich bei der U18 in Rheinland-Pfalz
Einen großen Erfolg vermelden unsere Nachwuchstalente Niklas Thumm und Julian Stein von den Jugend-Einzelmeisterschaften des Landes Rheinland-Pfalz. In der Altersgruppe U18 errang Niklas Thumm den Titel eines Vizemeisters. Sein Vereinskamerad Julian Stein holte den dritten Preis. Eigentlich konnte man kaum mit einem solch guten Ergebnis zu rechnen. Schließlich rangierte unter den acht Teilnehmern Niklas mit 1704 DWZ Punkten an fünfter und Julian mit 1650 DWZ an siebter Position der Setzliste. Doch unsere beiden Nachwuchsspieler schlugen sich im Kampf jeder gegen jeden prächtig. Niklas konnte in seinen sieben Spielen mehr als die Hälfte der Partien für sich entscheiden. Gegen seinen Vereinskameraden remisierte er, so dass er am Ende mit 4,5 Zählern hinter dem Favoriten Niklas Hinrichs(SK Bingen) auf Platz zwei landete. Kaum weniger effektvoll agierte Julian Stein. Dieser gewann zwar nur zwei Spiele, konnte aber durch vier Remispartien wertvolle Punkte sammeln. Sogar dem späteren Meister knöpfte er einen halben Zähler ab. In der Endtabelle kam er mit 4 Punkten auf den dritten Platz. Das gute Resultat hat für die beiden Nachwuchsspieler eine erhebliche Steigerung ihrer Wertungszahl zur Folge. (pf)

23./24.03.2019: Die SG Speyer-Schwegenheim hat verlustpunktfrei den direkten Wiederaufstieg in die Schachbundesliga geschafft. Auch am abschließenden Wochenende gaben sich die Pfälzer keine Blöße und überrannten am Samstag den SV Jedesheim mit 7,5:0,5. Am Sonntag folgte ein umkämpfter 5,5:2,5-Erfolg gegen den TSV Schönaich.
Um nicht am letzten Wochenende den schon sichtbaren Aufstieg zu gefährden trat die SG auch gegen zwei nominell schwächere Gegner sehr stark an, obwohl bekannt war, dass der eine oder andere Spieler in den gegnerischen Reihen fehlen würde.
So entwickelte sich die Partie gegen Jedesheim zu einer einseitigen Angelegenheit, trotz dass Simon Commercon am letzten Brett genau in die vorbereitete Variante seines Gegners lief, der scheinbar einen Bauern stehen ließ, diesen jedoch ein paar Züge später zurückgewann. Am Ende musste Commercon glücklich sein, dass sein Spielpartner ein Remisangebot annahm.
Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner ahnen, dass es der Ehrentreffer für die Schwaben sein würde, auch wenn kurz später GM Toms Kantans (3) den Siegesreigen der SG eröffnete. Bereits früh hatte er eine aussichtsreiche Position, gewann zwei Figuren für einen Turm und drang dann siegbringend mit seinen Leichtfiguren in die gegnerische Königsstellung ein.
Ähnlich lief es bei IM Gabor Kovacs an Tisch 7, der zwar nach der Eröffnung etwas defensiv stand, dann aber ebenfalls zwei Figuren für einen Turm gewann und diese derart platzieren konnte, dass es für seinen Kontrahenten kein durchkommen gab. Kovacs hingegen konnte Bauern einsammeln.
So stand es zur Zeitkontrolle 2,5:0,5. An allen verbliebenen Brettern hatten die Pfälzer leichte Stellungsvorteile, doch nirgends war ein klarer Gewinn zu erkennen. Doch wie so oft gewinnt man solche Partien, wenn man in der Tabelle oben steht und verliert sie, wenn man unten ist.
Der Erste in der Reihe war IM Miklos Nemeth (5), der sich in einem Turmendspiel mit nur einem Mehrbauern wiederfand. Üblicherweise kaum zu gewinnen, doch es gelang ihm, sich einen Freibauer zu beschaffen. Durch ein Turmopfer konnte er einziehen und sich eine Dame holen. Das genügte zum Gewinn.
GM Nijat Abasov an Brett 2 hatte im seinem Damenendspiel drei Vorteile: einen Mehrbauer, die aktivere Dame sowie die bessere Bauernstruktur. Bei seiner Spielklasse reichte das in Summe, seinen Widersacher immer wieder vor Probleme zu stellen, die am Ende nicht mehr lösbar waren.
Ein materiell gleiches Endspiel hatte GM Adam Horvath (6), jedoch schaffte er es, mit seiner Dame und seinem Turm derart in die gegnerische Stellung vorzudringen, dass er zwei entscheidende Bauern gewinnen konnte.
Ähnlich wie Nemeth hatte auch GM Mykhaylo Oleksiyenko am Spitzenbrett ein Turmendspiel mit einem Mehrbauer. Doch hier hatten beide Spieler jeweils einen Bauer kurz vor dem Einzug auf die gegnerische Grundreihe. Jedoch gelang es dem Ukrainer, den gegnerischen König abzulenken, wodurch sein Freibauer nur noch unter Preisgabe von Material zu stoppen war.
Den Schlusspunkt setzte GM Luca Shytaj (4), der im Mittelspiel eine Qualität für einen Bauer gewann. Mehrfach gruppierte er um, da sich sein Spielpartner geschickt verteidigte. Nach dem Damentausch gelang es dem Heidelberger jedoch, mit seinem Turm hinter die gegnerischen Linien zu kommen, wodurch die Partie entschieden war.
Am Ende stand ein ungefährdeter 7,5:0,5-Erfolg, der sicherlich verdient war, jedoch zu hoch ausgefallen ist. Da der parallel ausgetragene Kampf der Verfolger zwischen Emmendingen und Heusenstamm unentschieden endete, stand zu diesem Zeitpunkt bereits die Meisterschaft fest.
Schwieriger gestaltete sich die Aufgabe gegen Schönaich am Sonntag.
Schon vor der Zeitkontrolle brachte GM Adam Horvath die SG in Führung. Schnell wurden hier Figuren abgetauscht, im Endspiel hatte Horvath die besser positionierten Figuren, was ihm zum Sieg genügte.
Doch die Führung war bald dahin, als der ansonsten so zuverlässige GM Nijat Abasov danebengriff. Er hatte einen Bauer für eine Angriffsposition geopfert, bevor er seinen König auf einem anderen Feld wähnte und einen Bauernzug machte, der sofort die Partie zu seinen Ungunsten entschied.
Für die erneute Führung sorgte GM Mykhaylo Oleksiyenko, der zwei Figuren für einen Turm und zwei Bauern hatte Partie nachspielen. Diese Mehrfigur setzte er derart geschickt ein, dass sein Spielpartner nur noch reagieren konnte. Irgendwann waren die Drohungen jedoch zu stark, sodass Oleksiyenko souverän gewann.
Sehr solide zeigte sich der für Simon Commercon in die Mannschaft gerückte FM Denis Mager. Mit den schwarzen Steinen ließ er nichts anbrennen, tauschte Figuren und holte am Ende einen halben Zähler.
Das gleiche Ergebnis steuerte IM Miklos Nemeth bei, doch er musste dieses Mal Göttin Fortuna bemühen. Die Stellung hätte sein Gegenüber gewinnen können, da dieser jedoch nicht den richtigen Plan fand, wickelte er in eine Stellungswiederholung ab.
Nun war es IM Gabor Kovacs vorbehalten, den wichtigen vierten Punkt zu holen. Hatte er zu Beginn des Mittelspieles noch leichte Probleme, setzte er danach einen Bauer in Bewegeung, den sein Widersacher nur unter Herausgabe von Material stoppen konnte.
Ein halber Punkt folgte durch GM Toms Kantans, der aufgrund einer besseren Bauernstruktur wohl hätte gewinnen können, aber an der entscheidenden Stelle die richtigen Züge nicht fand.
Zum Ausgleich gewann GM Luca Shytaj ein Endspiel, welches viele Zuschauer schon Remis wähnten. Er opferte eine Qualität, um dann einen Bauer zu forcieren, für den sein Kontrahent seinen verbliebenen Turm geben musste.
Damit verabschiedet sich die SG Speyer-Schwegenheim mit 18:0 Punkten aus der 2. Bundesliga Süd und darf in der Saison 2019/20 wieder in der Schachbundesliga an die Bretter. (rs)

23./24.02.2019: Ein erfolgreiches Wochenende in Emmendingen brachte die SG Speyer-Schwegenheim sehr nahe an die Meisterschaft der 2. Schachbundesliga Süd und den damit verbundenen Aufstiegsplatz in die stärkste Schachliga der Welt. Am Samstag wurde der Meisterschaftsfavorit SC Emmendingen mit 5:3 in die Schranken gewiesen. Noch deutlicher fiel am Sonntag das Aufeinandertreffen mit der zweiten Mannschaft der OSG Baden-Baden aus, die mit 6:2 deklassiert wurde.
Zum wohl entscheidenden Wochenende im Kampf um die Meisterschaft konnte die SG fast in Bestbesetzung antreten, während die Gastgeber auf den einen oder anderen Stammspieler verzichten mussten. So waren die Gäste plötzlich leicht in der Favoritenrolle, der sie dann auch gerecht wurden.
Den Anfang machte dabei GM Mykhaylo Olesksiyenko am Spitzenbrett, der sich einen Mehrbauer erkämpft hatte, wofür sein gegenüber im Endspiel das Läuferpaar hatte. Im Summe rechnete sich das gegenseitig auf, sodass der Punkt geteilt wurde.
Für die Führung der Pfälzer sorgte FM Anatole Vlachos (8) in seinem ersten Spiel für die Zweitligatruppe. Bereits in der Eröffnung erarbeitete er sich Stellungsvorteile, im Mittelspiel gewann er zwei Figuren für einen Turm und bereits zu Beginn des Endspieles gab sein Kontrahent entnervt auf.
Leider gab GM Nijat Abasov an Tisch 2 die Führung wieder ab, als er die generische Dame in seiner Stellung begrüßen musste. Diese konnte sich daraufhin an seinem Basisbauer bedienen, wodurch ein nicht mehr aufzuhaltender Freibauer entstand.
Nun folgten zwei gerechte Unentschieden: GM Luca Shytaj (7) schafft es nicht, seinen Widersacher genügend unter Druck zu setzen, um sich eklatanten Vorteil zu verschaffen. Ebenso erging es GM Arturs Neiksans (4), der zwar die ganze Partie über verteidigte, sich am Ende aber eine Festung bauen konnte, in die es kein eindringen gab.
So stand es zur Zeitkontrolle 2,5:2,5; von den verbliebenen drei Partien hatten die Pfälzer an zweien Vorteile, der Ausgang am Tisch 6 war sehr unklar. Doch hier behielt GM Toms Kantans klaren Kopf. Er hatte zwar eine Qualität gegen einen Bauer mehr, jedoch einen gegnerischen Springer im Zentrum seiner Verteidigung stehen. Doch unter Herausgabe einiger Bauern rettete er sich in eine Stellungswiederholung und damit einen halben Zähler für sein Team.
Für die erneute Führung sorgte der zweite Grieche im Team, GM Antonios Pavlidis an Brett 3. Er opferte in der Eröffnung sehenswert eine Figur, die sein Spielpartner jedoch zurückgeben musste, um nicht direkt schachmatt zu werden. Aus der entstandenen guten Position heraus gewann Pavlidids eine Qualität für einen Bauer, was er dann im Endspiel in Kleinstarbeit in einen Sieg ummünzte. Partie nachspielen
Den Abschluss machte GM Nikita Meshkovs (5), der im Mittelspiel einen Bauer gewann und darauf im Endspiel an beiden Flügeln jeweils einen Bauer laufen lies. Diese konnte sein Spielpartner nicht mehr beide aufhalten.

Deutlich einseitiger verlief die Begegnung am Sonntag gegen den Tabellenzweiten OSG Baden-Baden II. Da sich bereits in der Eröffnungsphase an einigen Brettern Stellungs- und vor allem Zeitvorteile zugunsten der Pfälzer zeigten, konnte es sich Antonios Pavlidis leisten, bereits nach gut einer Stunde in das Remisangebot seines Mitspielers einzuwilligen. Wenig später folgte Mykhaylo Oleksiyenko, der sich jedoch in einer ausanalysierten Variante zu dieser Zeit bereits im Endspiel befand. Zwei Punkteteilungen mit schwarz konnten nicht schlecht für den Tabellenführer sein.
Nijat Abasov, am Vortag der einzige Verlierer des gesamten Wochenendes in Reihen der SG, machte sein Fauxpas wieder wett. Gegen seinen jungen Gegner hatte er zeitweise über eine Stunde Zeitvorteil und machte dann die Stellung derart kompliziert, dass seinem Gegenüber die Zeit zur Berechnung nicht mehr ausreichte. Material- und später der Partiegewinn waren die Folge.
Diese baute Nikita Meshkovs aus. In einem Schwerfigurenendspiel schaffte er es, seine Dame und seinen Turm derart zu manövrieren, dass dein Widersacher nur unter Aufgabe von Material seinen Monarchen schützen konnte.
Im Gefühl des sicheren Mannschaftserfolges einigte sich Arturs Neiksans mit seinem Gegenüber auf Unentschieden. Er hatte zu diesem Zeitpunkt einen Mehrbauer, die Stellung war aber derart kompliziert, dass er kein Risiko einging.
Auch Luca Shytaj steuerte einen halben Punkt bei. Mit den schwarzen Steinen konnte er zwar keinerlei Akzente setzen, ließ aber auch in der Verteidigung keinen Angriffspunkt zu, sodass am Ende auch hier ein Unentschieden zu Buche stand.
Die letzten beiden Begegnungen waren beim Stand von 4:2 unter normalen Umständen nicht mehr zu verlieren, aber auch schwer zu gewinnen. Aber wenn es einmal läuft gewinnt man auch solche Partien.
Toms Kantans hatte ein Turm-Läuferendspiel mit verschiedenfarbeigen Läufern und zwei Mehrbauern. Er schaffte es, einen Bauer so weit vorzuschieben, dass sein Spielpartner Material hätte geben müssen und die Resignation vorzog.
Den Schlusspunkt setzte Anatole Vlachos. Der 16-jährige Youngster nahm im Mittelspiel ein Bauerngeschenk dankend an und verwertete diesen geringen Vorsprung im Leichtfigurenendspiel wie ein alter Hase.
Nach diesen zwei Erfolgen gegen die direkten Verfolger ist die Tür zum direkten Wiederaufstieg in die Schachbundesliga weit offen; bei einem Restprogramm gegen eine Mittelfeldmannschaft und einen Abstiegskandidaten können sich die Pfälzer eigentlich nur noch selbst schlagen.(rs)

02./03.02.2019: Die SG Speyer-Schwegenheim hat beim Gastspiel in Eppingen am Wochenende die Tabellenführung in der 2. Schachbundesliga Süd übernommen. Nach einem sehr glücklichen 4,5:3,5-Sieg am Samstag über Gastgeber SC Eppingen folgte am Sonntag ein klares 5,5:2,5 gegen SF Anderssen Bad Mergentheim.
Wie wichtig die Heimrunde für den SC Eppingen war beweist die Tatsache, dass die Hausherren am achten und damit letzten Brett noch einen internationalen Meister aufboten. Im Gegensatz dazu entschied die Mannschaftsführung der SG, an den hinteren beiden Tischen zwei lokalen Spielern aus der zweiten Mannschaft Einsatzzeit zu geben; dafür war man an den vorderen Brettern mit sechs Großmeistern etwas stärker aufgestellt als die Konkurrenz.
Die erste Entscheidung fiel jedoch am hinteren Ende der Reihe, wo Pascal Flierl als Außenseiter fleissig Figuren tauschte, sodass am Ende nur wenig Material übrig blieb und der Punkt geteilt wurde. Ein erster kleiner Erfolg für die Gäste, doch zu diesem Zeitpunkt sah es an den anderen Brettern nicht sehr verheißungsvoll aus.
Das nächste Remis folgte durch Mykhaylo Oleksiyenko am Spitzenbrett. Er hatte im Endspiel zwar einen Mehrbauer, der verhalf ihm bei ungleichfarbigen Läufern aber nicht zum Sieg.
Deutlich mehr Spannung gab es bei Antonios Pavlidis (2). Sein Spielpartner gab einen Bauern für einen Königsangriff, der in Paris lebende Grieche verteidigte jedoch geschickt, musste aber später den Bauer zurückgeben. Dadurch hieß es auch hier Unentschieden.
Erstmals in Führung gingen die Pfälzer, als Arturs Neiksans an Brett 3 seinen Vorteil verwerten konnte: Nach einem unklaren Beuernzug seines Kontrahenten gewann er zuerst zwei Figuren für einen Turm, danach noch eine Qualität. Mit der vebliebenen Mehrfigur musste er lediglich noch einen Bauernsturm stoppen, um dann souverän zu gewinnen.
Doch wie gewonnen so zerronnen. Toms Kantans (5) gab einen Bauer für einen Angriff, nahm dann diesen jedoch an der falschen Stelle zurück. Somit bekam sein Spielpartner aktive Figuren und einen weit vorgeschobenen Freibauer; am Ende genug für einen Erfolg.
Für die erneute Führung der Gäste sorgte Nikita Meskovs an Tisch 4. In einem verloren aussehenden Mittelspiel wickelte er in einen Schlagabtausch ab, bei dem sein Gegenüber etwas den Überblick verlor, sodass der pfälzer Lette am Ende zwei Mehrbauern hatte. Das reichte auch im Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern zum Sieg.
Doch auch hier schlugen die Fachwerkstädter zurück: Simon Commercon (7) verlor zu Beginn des Mittelspieles einen Bauern, den sein Gegner zu einem Freibauer ausbaute. Diesen Nachteil glich Commercon im gesamten Verlauf der Partie nicht mehr aus und er entschied am Ende zugunsten von Eppingen.
Am Ende wurde es dann dramatisch: Luca Shytaj (6) hatte ein Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm, in dieser Konstellation nur durch einen Fehler zu gewinnen. Da er jedoch auch nicht mehr verlieren konnte, stellte er Fallen und spielte gegen die ablaufende Zeit seines Widersachers. Nach 125 Zügen, einen Zug vor Erreichen der 50-Züge-Regel, die zum Remis führt, drückte sein Gegner zu spät die Uhr, sodass Shytaj wegen Zeitüberschreitung die längste Partie in der Geschichte der SG Speyer-Schwegenheim und damit den Mannschaftskampf für sein Team gewann.
Ironischerweise siegten auf Seiten der Eppinger mit GM Robert Ruck und FM Jonas Hacker genau die beiden Spieler, die bereits für die SG Speyer-Schwegeneim an die Tische gegangen waren.
Am Sonntag ging es gegen Bad Mergentheim, eine Mannschaft, die in den erweiterten Kreis der Abstiegskandidaten zu rechnen ist. Somit gingen die Pfälzer als Favoriten an die Tische und setzten sich dementsprechend auch klar durch.
Den Anfang machte hierbei Mykhaylo Oleksiyenko. Schon früh in der Partie verlor er seine Vorbereitung und fand sich dann in einer schlechten Position wieder. Deshalb war er froh, gegen seinen von der Papierform her schwächeren Gegner ein Unentschieden zu erreichen.
Einen deutlich sichereren halben Zähler steuerte Antonios Pavlidis bei. Unter Aufgabe der Rochade gewann er einen Bauer, hatte später sogar zwei Vorsprung, musste sich aber aufgrund seiner schwachen Königsstellung schlussendlich in eine Stellungswiederholung fügen.
Besser machte es Toms Kantans, der zwar zwei verbundene Freibauern seines Kontrahenten zuließ, im Gegenzug aber einen Königsangriff lancierte, der spielentscheidend Materialgewinn brachte.
Die dadurch entstandene Führung baute Arturs Neiksans aus, indem er einen Springer abholte, den sein Spielpartner ungünstig am Rand geparkt hatte. Dieser versuchte es danach noch mit einem Überraschungsopfer, doch die Partie war gelaufen.
Der einzige Speyer-Schwegenheimer, der nach 4 Siegen aus 4 Spielen dieses Mal am Rande einer Niederlage war, war Luca Shytaj. Doch er rettete sich mit einem Minusbauer in ein Turmendspiel, welches er am Ende ins Remis abwickelte.
Simon Commercon eröffnete im Mittelspiel eine Bauernwalze am Königsflügel, die ihm einen Freibauer und seinem Widersacher einen Doppelbauer bescherte. Da zusätzlich beide gegnerischen Figuren mit Deckungsaufgaben beschäftigt waren, konnte er mit seinem König schalten und walten wie er wollte. Mit Routine fuhr er den vollen Punkt ein.
Nikita Meskovs hatte sich einen Mehrbauern erkämpft, doch seinem Gegenüber gelang es, Figuren abzutauschen, sodass man sich schlussendlich in einem Turmendspiel wiederfand, welches nicht zu gewinnen war. Doch immerhin hielt er den halben Punkt fest.
Ähnlich erging es dem für Pascal Flierl ins Team gerückten Enrico Krämer, der im Leichtfigurenendspiel ebenfalls einen Bauern mehr hatte. Doch so sehr er sich auch mühte, gelang es ihm nicht, eine gewinnbringende Stellung zu erreichen. Hier wurde ebenfalls der Punkt geteilt.
Mit 10:0 Punkten liegt die SG mit weißer Weste an der Tabellenspitze der Liga und fiebert dem nächsten Doppelspieltag am 23./24. Februar entgegen. Dann geht es gegen Emmendingen und Baden-Baden II; beide Teams haben ein Spiel weniger, sind aber ebenfalls verlustpunktfrei, sodass an diesem Wochenende mindestens die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft fallen wird. (rs)

13.01.2019: Zweite Mannschaft übernimmt Tabellenführung:
Mit einem klaren 7:1-Erfolg konnte unsere 2. Mannschaft im Spitzenspiel der 2. Rheinland-Pfalz-Liga in Bingen am 5. Spieltag die Tabellenführung erobern. Um was es in diesem Duell ging, zeigte die Aufstellung beider Teams. Aufgrund eines Punkterückstands waren wir im Vorfeld der Partie zum Siegen verdammt. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit stand bereits eine komfortable 3:0-Zwischenführung auf dem Spielbericht. Elvira Berend gelang an Brett 2 der erste Sieg des Tages. In sehenswerter Manier startete sie einen Angriff auf die weiße Königsstellung, der nur unter Preisgabe zahlreicher Bauern abgewehrt werden konnte. Letztlich waren es der Bauernleichen aber zuviel.
Am Spitzenbrett verstärkte Adam Horvath in einer sizilianischen Partie nach und nach seinen Druck auf die schwarze Stellung, was im Endeffekt in Felderschwächen und nach einem unachtsamen Bauernzug seines Gegners auch in entscheidenden Materialvorteil mündete. Kurz danach erhöhte Enrico Krämer an Brett auf 3:0. Nach der Eröffnung stand er schon ein wenig besser. Als der gegnerische g-Bauer gefallen war entstand zunächst ein Damenendspiel. Nach Abtausch der Damen konnte Enrico das Bauernendspiel heimbringen.
In der Folge dauerte es ein wenig, ehe Tamas Horvath an Brett 6 den nächsten Sieg einfahren konnte. In einer seiner Lieblingseröffnungen, der Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung, überraschte und verzauberte er die Kiebitze mit einem Qualitätsopfer. Dafür erhielt er zunächst das Läuferpaar und ein starkes Zentrum, später dann ein entscheidendes Freibauernduo auf der e- und d-Linie. Ebenso sehenswert demonstrierte Simon Commercon an Brett 5, wie man auch mit Damen einen gefährlichen Königsangriff starten und in die gehobene Taktikkiste greifen kann. In einer immer schwieriger zu überschauenden Stellung überschritt sein Gegenüber am Ende die Bedenkzeit. Damit war der Kampf entschieden.
Pascal Flierl sah sich an Brett 8 zunächst diversen Drohungen gegen seinen König und eines überaus frechen weißen Springers ausgesetzt. In einem Schlagabtausch mit Gabeldrohungen und Grundlinienmatt behielt Pascal den Überblick, tauschte gekonnt ab und zwang den Weißen mit einem Mehrbauern in ein gewonnenes Springerendspiel. Da fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass sich Fred Berend an Brett 3 und Denis Mager an Brett 4 an diesem Tag sehr schwer taten.
Denis war am Königsflügel eigentlich schon überspielt. Zum Glück büßte er am Ende nur eine Qualität ein, erhielt dafür eine gut spielbare Stellung. In der längsten Partie einigte er sich letztlich auf Remis. Zuvor musste Fred ein leicht schlechteres Turmendspiel verteidigen. Schon nach der Eröffnung gab es einige Bauernschwächen in seiner Stellung. Zum Schluss bewahrheitete sich jedoch die alte Schachweisheit „Alle Turmendspiele sind remis“.
Nach diesem Kantersieg geht es nun am 27.01. von der Pole Position in das Lokalderby gegen Bellheim. Nach einem holprigen Saisonstart kommt die Mannschaft immer besser in Fahrt. War schon vor Weihnachten gegen Kaiserslautern durch die Bank weg eine klare Steigerung zu erkennen, haben wir gegen Bingen nochmal eine Schippe draufgelegt. Gelingt es uns, diese Form zu halten, geben wir die Tabellenführung nicht mehr her. (-cs-)

Bezirksligist SG III verteidigte die Führung durch ein 6:2 gegen Bellheim II. Michael Schreck, Richard Sommer, Ralf Schlindwein und Wilhelm Kannegießer gewannen. Alexander Pelt, Thorsten Kunz, Peter Flörchinger und Roger Kühn holten Unentschieden. Die vierte Vertretung machte beim 4:4 gegen Westheim einen weiteren Schritt in Richtung Klassenverbleib. Stefan Divljak und Winfried Radach triumphierten. Halbe Punkte steuerten Julian Stein, Joachim Reese, Gerhard Talaska und Hans Gärtner bei. Einen kleinen Wermutstropfen bedeutete die erwartete Niederlage der Senioren in der Liga für Spieler ab 60 Jahre. Beim 1:3 gegen Favorit Frankenthal erzielten Klaus Geritan und Kannegießer Remis.(pf)

06.01.2019: Niklas Thumm gewinnt U18-Meisterschaft bei den Pfälzischen Jugendeinzelmeisterschaften vor Julian Stein
Mit Niklas Thumm und Julian Stein trugen sich zwei Mitglieder der Schachgemeinschaft Speyer-Schwegenheim bei den Jugendeinzelmeisterschaften der Pfalz in die Siegerlisten ein. Zahlreiche Nachwuchsspieler kämpften in Bad Dürkheim, eingeteilt in verschiedene Wertungskategorien, um den Gesamtsieg. Im Turnier der Altersklasse U18 bestimmten Thumm und Stein eindeutig das Geschehen. Beide ließen ihre sechs Mitkonkurrenten hinter sich und sicherten sich die Hauptpreise. Mit 5,5 Punkten aus sieben Partien errang Niklas Thumm die Meisterschaft, während Julian Stein mit 5 Punkten und einem hauchdünnen Wertungsvorsprung gegenüber dem Mitfavoriten Jonas Dalchow (Lambsheim) Vizemeister wurde. Dieser Erfolg der beiden Speyerer Nachwuchsspieler ist nicht zuletzt das Ergebnis einer konsequenten Jugendarbeit unter Jugendwart Thorsten Kunz, der durch Enrico Krämer, Richard Sommer und Joachim Reese tatkräftige Unterstützung findet.