22. / 23.02. 2020: Bundesliga-Wochenende in Hockenheim:

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte die SG Speyer-Schwegenheim am vergangenen Wochenende der Schachbundesliga in Hockenheim. Nach einem eher glücklich zu nennenden 4:4 gegen Bayern München gab es durch ein knappes und ebenfalls nicht unbedingt verdientes 4,5:3,5 den zweiten Saisonsieg  und damit zufriedenstellende 3 Punkten aus diesem wichtigen Wochenende.
Gegen den FC Bayern München waren die Spieler der SG Speyer-Schwegenheim gemäß ELO-Zahl an allen Brettern etwas stärker, dem gegenüber stand jedoch, dass die Pfälzer mit der erwarteten Formation antraten, während die Bayern die eine oder andere Überraschung an die Tische brachten. Somit war die Vorbereitung für die Akteure der Schachabteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters einfacher.
Der erste Punkt wurde gerecht verteilt, als GM Arturs Neiksans an Brett 3 in ausgeglichener Stellung seinem Kontrahenten ein Unentschieden anbot. Einen Zug lang musste er etwas die Luft anhalten, ansonsten war die Stellung die komplette Partie über ausgeglichen.
Mehr Chancen hatte GM Nijat Abasov (2), der einen Bauerngewinn nicht annahm, woraufhin die Partie verflachte. Da er erst am Spieltag von einem Turnier in Prag anreiste, hatte er mit Müdigkeit zu kämpfen.
Die nächste Punkteteilung kam durch GM Luca Shytaj an Tisch 6. Nach einer ungewöhnlichen Eröffnung stand er augenscheinlich die komplette Begegnung über leicht aktiver, das später hinzugerufene Analyseprogramm sah jedoch seinen Widersacher meist leicht besser. Am Ende war es egal, wirkliche Siegchancen hatte keiner der beiden.
Praktisch im gleichen Augenblick gingen die Pfälzer in Führung, als GM Antonios Pavlidis (5) sich durch ein etwas zu optimistisches Figurenopfer seines Gegenübers nicht aus der Ruhe bringen lies und den materiellen Vorteil sicher verwandelte.
Der postwendende Ausgleich folgte am Spitzenbrett: GM Mykhaylo Oleksiyenko opferte ebenso mutig eine Qualität, doch auch hier reagierte sein junger Gegenspieler mit Bedacht, lies keine Löcher offen und verwertete den Vorteil sicher.
Schlecht lief die Begegnung beim IM Tomislav Bodrozic (8). Nachdem sein Spielpartner am Ausgang der Eröffnung mit einer Neuerung aufwartete, kam Bodrozic in Schwierigkeiten und musste die gesamte Partie über kämpfen. Ein starkes positionelles Turmopfer seines Widersachers beendete jedoch alle Träume auf eine Punkteteilung.
Doch die Pfälzer konnten nochmal zurückschlagen: GM Nikita Meshkovs an Tisch 4 gewann durch ein Figurenopfer im Mittelspiel einen Bauer und bewegte seine Figuren im Endspiel dann so geschickt, dass ein zweiter Bauerngewinn drohte. Zeit für seinen Kontrahenten, die Waffen zu strecken.
Schlussendlich war es an IM Oleg Boguslawski (7), wenigstens den einen Mannschaftspunkt zu sichern. In einem schwer zu spielenden Mittelspiel opferte er einen Bauer, um ein mögliches Qualitätsopfer zu verhindern. Als dann die Türme getauscht wurden, fand man sich in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern wieder. Dies war trotz Minubauer problemlos Remis zu halten.
Als Ergbnis steht ein am Ende sogar fast glücklich zu bezeichnendes 4:4-Unentschieden. Die Bayern sollten durch diesen achten Punkt bereits zur Saisonmitte gerettet sein, Für Speyer-Schwegenheim bedeutet dieser Teilerfolg eine Stagnation auf Platz 12 der Tabelle und damit am Rande des Abgrundes.
Noch klarer standen die Vorzeichen am Sonntag. Zwar waren die Pfälzer dieses Mal nur an sieben Brettern nominell stärker als ihre jeweiligen Kontrahenten, dafür aber zum Teil bis zu 150 Punkte. Doch auch hier waren sie berechenbarer als der Gegner, da dieser einen Spieler austauschte und damit die Brettfolge änderte.
Vom großen ELO-Voteil konnte man zumindest bei GM Shytaj nichts merken: Bereits nach wenigen Zügen stand er klar auf Verlust, kam mit dem König nicht aus der Mitte und musste eine Qualität geben, um nicht sofort zu verlieren. Aus unerfindlichen  Gründen gab sein Spielpartner diesen Materialvorteil zurück, um einen Bauer zu gewinnen. Man fand sich in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern wieder, welches spätestens nach einem Turmtausch trotz Minusbauer Remis war.
Die nächste Punkteteilung folgte durch GM Abasov. Hier wurden fleissig Figuren getauscht, wobei keiner der beiden Streithähne jemals auf einen vollen Punkt hoffen konnte.
Wesentlich spannender verlief die Partie von GM Pavlidis: zwischenzeitlich hätte sein Gegenüber auf Sieg spielen können, dann hatte der Grieche in akuter Zeitnot eine Gewinnstellung auf dem Brett, doch beide ließen ihre Chancen verstreichen und schlussendlich einigte man sich auf Unentschieden.
Für die Führung der Pfälzer sorgte GM Neiksans. Nach einer Springergabel übersah sein Spielpartner, dass er die Dame hätte geben können, um sie kurze Zeit später zwingend zurückzugewinnen und opferte stattdessen eine Figur. Ein paar wohlüberlegte Verteidigungszüge sicherten die Figur und damit auch die Partie.
Doch postwendend gelang den Fuggerstädtern der Ausgleich: IM Bodrozic opferte in der Eröffnung einen Bauern und fand daraufhin nicht den richtigen Zeitpunkt, ihn zurückzunehmen. Im Mittelspiel öffnete er die Königsstellung. Als sein Widersacher mit den Schwerfiguren vor seinem König auftauchte, stellte Bodrozic noch eine Figur ein, was seinen Untergang besiegelte.
Hart zu kämpfen hatte GM Meshkovs. Im Mittelspiel musste er einen Bauern geben, um eine aktive Stellung zu behalten. Nun war sorgsames Spiel gefragt, um die verbliebenen Bauern richtig zu tauschen. Da ihm dies dann jedoch gelang, wurde hier am Ende der Punkt geteilt.
Nun sah es gut für die SG aus, da GM Oleksiyenko deutlich besser und IM Boguslawski zumindest nicht schlechter stand. Als sich am Spitzenbrett die Waage zugunsten des pfälzer Ukrainers neigte, nutzte Boguslawski die Chance, eine allezeit ausgeglichene Partie durch eine Stelllungswiederholung in eine Punkteteilung abzuwickeln.
GM Oleksiyenko hatte durch ein Opfer seines Spielpartners bereits nach der Eröffnung einen Mehrbauer. Diesen rettete er geschickt über die gesamte Partie und verschaffte sich im Mittelspiel einen Freibauer. Dieser beschäftige den gegnerischen Turm und erlaubte Oleksiyenko, seinen König zu aktivieren. Dies führte zu einem zwar nicht einfachen, aber klar gewonnenen Endspiel.
Am Ende des Tages stand ein glücklicher 4,5:3,5-Erfolg für die SG Speyer-Schwegenheim, die damit zwar weiterhin auf Platz 12 der Tabelle verbleibt, aber zumindest etwas Luft im Abstiegskampf verspürt.
Die Saison geht für die Pfälzer am 14. und 15. März mit einem Gastspiel beim Hamburger SK weiter, wo es neben dem Gastgeber gegen die SG Turm Kiel geht. Beide Gegner sind etwas stärker als die SG einzuschätzen, jedoch nicht unschlagbar. (rs)

22.12.2019: Winterpause bei den Mannschaften:
Nach den heutigen Spielen in der Kreisklasse gehen unsere Mannschaften in die - teilweise sehr kurze - Winterpause. Zeit für ein neues Zwischenfazit.

Die 1. Mannschaft ist mit 2:6 Punkten in die Bundesliga gestartet. Beim Kampf um den Klassenerhalt gab es neben dem klaren Sieg gegen Aachen drei z.T. sehr unglückliche Niederlagen gegen durchweg klar favorisierte Gegner. Gerade gegen Werder Bremen wäre in der dritten Runde mehr drin gewesen.
Am 08. und 09.02. finden hier die nächsten Paarungen statt - gleichzeitig die zweite Heimspielrunde mit den Spielen gegen Solingen und - im Abstiegskampf vielleicht schon wegweisend - gegen Mülheim Nord.
Durch ein 6:2 gegen Landskrone konnte die mit Aufstiegsambitionen gestartete 2. Mannschaft in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga am fünften Spieltag mit 8:2 Punkten die Tabellenspitze übernehmen. Hier folgt am nächsten Spieltag das mit Spannung erwartete Duell mit dem punktgleichen Tabellenzweiten aus Pirmasens.
In der 2. Pfalzliga Ost schlägt sich die 3. Mannschaft weiterhin sehr gut. Mit dem Ziel gestartet, die Klasse zu halten und möglichst wenig mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben, steht das Team nach einem 7:1 gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Schifferstadt mit 9:3 Punkten hinter dem souveränen Tabellenführer Altrip auf einem hervorragenden zweiten Platz.
Die 4. Mannschaft hat in der Bezirksliga ihr Saisonziel im Prinzip auch bereits sicher. Nach einem knappen 4,5:3,5 gegen Sondernheim belegt das Team mit 6:2 Punkten derzeit Tabellenplatz 3. Hier kann man von einer richtigen Winterpause sprechen, für die Vierte geht es erst im Februar weiter.
In der Bezirksklasse gelang der mit großen Problemen und drei teilweise deutlichen Niederlagen gestarteten 5. Mannschaft am 4. Spieltag ein Befreiungsschlag. Durch ein - in der Höhe völlig unerwartetes - 5:1 gegen Jockgrim II konnte die Mannschaft zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.
In der Kreisklasse verläuft die Saison für die beiden Mannschaften bisher sehr gegensätzlich. Die 6. Mannschaft konnte ihre Bilanz durch ein deutliches 3,5:0,5 gegen Hagenbach IV auf 7:1 Punkte verbessern und spielt nach derzeitigem Stand mit 2 Teams aus Landau um die Meisterschaft. Dagegen läuft es bei der 7. Mannschaft noch nicht so gut. Nach dem unglücklichen 1,5:2,5 gegen Landau VII belegt das Team derzeit mit 2:6 Punkten einen enttäuschenden neunten Platz. (tk)

 

08.12.2019: Als Sieger der Herzen, aber ohne Mannschaftspunkt kehrt die SG Speyer-Schwegenheim von ihrem Gastspiel in Lingen zurück. Gegen den SV Werder Bremen gab es eine vermeidbare 3,5:4,5-Niederlage, gegen Gastgeber SV Lingen eine 3:5-Schlappe.

Am Samstag ging es für die SG Speyer-Schwegenheim gegen die Schachabteilung des SV Werder Bremen. Während die Pfälzer mit gleich drei Spielern der zweiten Mannschaft antraten, waren die Hansestädter auch deutlich entfernt von ihrer Bestbestzung klar favorisiert.
Doch der erste Punkt wurde geteilt: GM Nikita Meshkovs an Brett 3 sah sich den kompletten Spielverlauf in ausgeglichener Position, wodurch zwangsläufig ein Remis entstand.

IMG 6504 30

GM Nijat Abasov am Spitzenbrett brachte die Pfälzer sogar in Führung, als er in bereits klar besserer Stellung ein Schachmatt sowie einen Turmgewinn gleichzeitg androhte, von denen nur noch eines abzuwehren war.
Einen weiteren halben Punkt steuerte GM Antonios Pavlidis (4) bei. Hier wurden schnell viele Figuren getauscht, am Ende bleiben jedem Spieler neben dem König nur drei Bauern.
Zu diesem Zeitpunkt standen die Zeichen sehr gut für eine Überraschung, doch dann übersah GM Arturs Neiksans an Tisch 2 eine Wendung, die ihn eine Figur gekostet hätte. Er streckte sofort die Waffen.
Mehr Fortune hatte Enrico Krämer (8), der sich ständig in der Defensive befand, sogar einen Bauern geben musste, dann aber die richtigen Züge zum Remisendspiel fand.
Im Rückstand geriet die SG, als Simon Commercon an Brett 7 verlor. Nach der Eröffnung hatte er eine Qualität mehr, gab diese jedoch im falschen Moment zurück, sodass am Ende keine Chance auf ein positives Ergebnis mehr bestand.
Für den Ausgleich sorgte GM Luca Shytaj (5), der im Mittelspiel eine Figur opferte, um den gegnerischen Monarchen seiner Deckung zu berauben. Nach Rückgewinn der Figur hatte er zwei Mehrbauern, was er problemlos zum Punktgewinn nutzte.
Die längste Partie des Abends spielte FM Denis Mager (6). Nach einem Figurenopfer seines Kontrahenten hatte er zeitweise sogar Vorteile, ein zeitnotbedingter falscher Läuferzug im Endspiel brachte ihn jedoch auf die Verliererstraße.
Am Ende stand erwartungsgemäß ein knappes 4,5:3,5 für die Hansestädter, die Zuschauer waren sich aber einig, dass der Außenseiter aus der Pfalz mindestens einen Mannschaftspunkt verdient gehabt hätte.

Noch klarer waren die Rollen am Sonntag verteilt, als die SG in gleicher Besetzung auf den SV Lingen traf. Die Emsländer hatten zum ersten Bundesliga-Heimspielwochenende ihrer Vereinsgeschichte keine Kosten und Mühen gescheut und traten annähernd in Bestbesetzung und mit acht Großmeistern an, wodurch sie an allen Brettern favorisiert waren, zum Teil recht deutlich.
Doch kampflos wollten sich die Gäste nicht geschlagen geben. GM Nijat Abasov opferte einen Bauern, um seinerseits Aktivität zu gewinnen. Nach Abtausch mehrerer Figuren verflachte die Partie und die Kontrahenten einigten sich auf Unentschieden.
Chancenreicher verlief gar die Partie von GM Nikita Meshkovs, der am Damenflügel angriff, sein Spielpartner am Königsflügel. Doch auch hier egalisierten sich die Kräfte und der Punkte wurde geteilt.
Enrico Krämer brachte die Gäste sogar in Führung. Er drang im Mittelspiel in die gegnerische Stellung ein und gewann schließlich wegen Zeitüberschreitung, da seinem Gegenüber nichts mehr einfiel. Glückwunsch zu seinem ersten vollen Punktgewinn in der Bundesliga!
Postwendend war die Führung dahin, da GM Antonios Pavlidis nach einem Bauernopfer in Angriffsstellung eine weitere Opfermöglichkeit übersah und schlussendlich mit Minusbauer und Figurenschwäche ins Endspiel kam. Hier hatte er keine Chance mehr.
In Rückstand geriet die SG, als Simon Commercon verlor. Er ging bereits mit strukturellen Schwächen ins Mittelspiel, musste im Doppel-Turmendspiel erst einen, dann zwei Bauern geben. Dies war zu viel.
Einen weiteren halben Zähler steuerte FM Denis Mager bei. Zwischenzeitlich hatte er sogar Gewinnchancen, übersah jedoch eine Abwicklung und erreichte zum Ende eine absolut ausgeglichene Stellung.
Die Begegnung war entschieden, als GM Luca Shytaj verlor. Im Mittelspiel musste er eine Qualität geben. Danach verteidigte er zäh, sein Spielpartner fand auch nicht immer den besten Zug, am Ende gelang es ihm aber doch, die entscheidenden Züge zu finden.
Aufgrund der feststehenden Niederlage stellte auch GM Arturs Neiksans seine Siegbemühungen ein und einigte sich mit seinem Gegenüber auf eine Punkteteilung. (rs)

24.11.2019: Bei der ersten Doppelrunde der Saison 2019/20 der Schachbundesliga traf Wiederausteiger SG Speyer-Schwegenheim auf den SC Viernheim sowie den Aachener SV. Während die Pfälzer gegen den 5. der Vorsaison aus Südhessen knapp, aber verdient mit 3,5:4,5 verloren, gab es gegen Mitaufsteiger Aachen einen glatten 6:2-Sieg.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Schachbundesliga fand eine Spielrunde in der ehrwürdigen Stadt Speyer statt. Die Vorstandschaft der SG Speyer-Schwegenheim hatte zu diesem Anlass das Haus Trinitatis, das zur Dreifaltigkeitskirchengemeinde gehörende Gemeindehaus der Heiliggeistkirche angemietet.
Nach den einleitenden Begrüßungsworten durch die Bürgermeisterin und Sportdezernentin der Stadt Speyer Monika Kabs wurden am Samstag wenige Minuten nach 14 Uhr die Uhren in Gang gesetzt. Die SG hatte es als Aufsteiger gleich mit dem letztjährigen Tabellenfünften SC Viernheim zu tun und war damit krasser Außenseiter. An allen Brettern wiesen die Gegner zum Teil immense ELO-Vorteile auf.
Doch die Partien entwickelten sich nicht so deutlich wie teilweise befürchtet. Das erste Ergebnis des Tages lieferte IM Gabor Kovacs an Brett 6, der sich nach einer scharf geführten Partie in einer Stellung wiederfand, bei der beide Seiten ihre Möglichkeiten hatten, jedoch für keinen Spieler ein klarer Gewinnweg vorhanden war. So teilte man den Punkt.
Schlechter lief es für Brettnachbar GM Luca Shytaj (5), der im Mittelspiel einen Springerzug seines Widersachers übersah. Daraufhin musste er die Qualität geben und erreichte schnell eine glatte Verlustposition, sodass er die Waffen strecken musste.
Die nächste Punkteteilung erfolgte durch GM Antonios Pavlidis (2). In einem Endspiel mit Damen und ungleichfarbigen Läufern hatte keiner der Spieler echte Siegchancen, so wickelte er in ein Dauerschach ab.
Größere Chancen hatte am Spitzenbrett GM Nijat Abasov, aber er befürchtete bei Stellungsöffnung für seinen Kontrahenten zu großes Gegenspiel, sodass auch er das Risiko scheute und einen halben Zähler mitnahm.
Ähnlich stand es bei Pascal Flierl (8) in einem ausgeglichenen Schwerfigurenendspiel, in dem beide Spielpartner Chancen hatten. Auch er nahm nicht das volle Risiko und dafür den halben Punkt.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass nur noch ein kleines Schachwunder die Überraschung bringen würde, da die Gäste an allen drei verbliebenen Brettern etwas besser standen und die Hausherren um die Remisen kämpfen mussten.
Neuzugang IM Tomislav Bodrozic an Tisch 7 musste einen Bauern geben, da er eine Mattdrohung zu spät sah. Doch er hatte seine Figuren besser positioniert, sodass auch hier sein Gegenüber nur in eine Stellungswiederholung abwickeln konnte.
Auch IM Miklos Nemeth (4) hatte keine Gelegenheit auf Sieg zu spielen. In einem Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl war die Punkteteilung eindeutig. Zum Ende spielte noch sein Landsmann GM Adam Horvath (3). Er stand etwas defensiv und musste die richtigen Züge finden, um ein Remis zu erreichen, aber diese fand er ohne Probleme.
Am Ende stand ein zwar vom Ergebnis her knappes, nach dem Spielverlauf jedoch eindeutiges 4,5:3,5 für die favorisierten Gäste.
Ganz anders der Kampf am Sonntag ab 10 Uhr gegen den Unterdog der Liga, den Aachener SV. Hier waren die Gastgeber Favorit. Für Pascal Flierl rückte der zweite Neuzugang, IM Oleg Boguslawski an Brett 7 ins Team.
Von Anfang an zeigten die Pfälzer hier, wer Herr im Haus war. IM Miklos Nemeth gewann aufgrund akuter Zeitnot seines Konhrahente schon früh eine Figur und brachte Speyer-Schwegenheim in Front.
Aufgrund großer Vorteile an verschiedenen Brettern wickelte GM Antonios Pavlidis seine unklare Position, die für beide Parteien noch alle Ergebnisse übrig hatte, in eine Stellungswiederholung und damit Punkteteilung ab.
Bei IM Tomislav Bodrozic tauschten sich viele Figuren ab, die Partie verflachte, sodass am Ende auch hier ein Remis zu Buche stand.
Aussichtsreicher verlief die Begegnung bei GM Luca Shytaj, der zwischenzeitlich eine Figur opferte, um die gegnerische Stellung zu sprengen. Beim Übergang zum Endspiel hatte er zwei Mehrbauern, doch dies reichte nicht zum Sieg, da sein Gegenüber zäh verteidigte. Auch hier gab es ein Unentschieden.
GM Adam Horvath hatte sich bereits früh deutliche Vorteile erarbeitet; als dann sein Widersacher im Mittelspiel einen falschen Bauern zog, konnte er eine Figur gewinnen, worauf dem Kontrahenten nur noch die Resignation blieb.
Im Gefühl des sicheren Sieges stellte dann auch IM Oleg Boguslawski in einer allzeit ausgeglichenen Begegnung seine Siegbemühungen ein und holte einen halben Punkt.
Zu diesem Zeitpunkt hatt IM Gabor Kovacs seinem Qualitätsgewinn aus der Eröffnung bereits zwei Bauerngewinne hinzugefügt, sodass es nur noch eine Zeitfrage war, wann sein Gegner aufgeben würde.
Den Schlusspunkt setzte dann Top-Spieler GM Nijat Abasov, der ebenfalls bereits nach der Eröffnung Vorteile aufwies. Diese baute er dann Stück für Stück aus und kam mit zwei Mehrbauern in ein Turmendspiel. Der Bretterfolg war dann nur noch Formsache.
Nach diesem klaren und ungefährdeten 6:2-Erfolg ist die SG nach dem ersten Bundesligawochenende mit 2:2 Punkten im Mittelfeld der Tabelle zu finden und dem Saisonziel Klassenerhalt ein Stück nähergerückt.
Weiter geht es bereits am 7. und 8. Dezember in einer Doppelrunde gegen Gastgeber SV Lingen und SV Werder Bremen. Beide Teams sind stark aufgestellt und in der Tabelle vor den Pfälzern zu finden, sodass es hier schwer werden wird zu punkten. (-rs-)

27.10.2019: Zwischenbilanz der Mannschaften

In der aktuellen Saison nimmt die SG Speyer-Schwegenheim mit insgesamt acht Mannschaften am Spielbetrieb teil. Nach den ersten Runden ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.
In der 1. Bundesliga beginnt die Saison erst Ende November. Hier trifft unsere 1. Mannschaft bei ihrer Heimspielrunde am 23. und 24.11. in Speyer (Haus Trinitatis in der Johannesstraße, hinter der Heiliggeistkirche) auf die Mannschaften aus Viernheim und Aachen. Wie in den ersten Jahren kann das Ziel auch dieses Mal nur Klassenerhalt lauten, was angesichts der Stärke der Bundesliga schwer genug werden dürfte.
Die 2. Mannschaft tritt dieses Jahr in der 1. Rheinland-Pfalz-Liga an. Dem Auftaktsieg gegen den SK Ludwigshafen folgten ein etwas glücklicher Sieg gegen die SG Trier und am letzten Wochenende ein 4:4 gegen die Schachfreunde aus Mainz. Mit 5:1 Punkten belegt das Team damit vorläufig den 4. Platz. Der Aufstieg ist somit aus eigener Kraft noch machbar, wird allerdings sicherlich kein Selbstläufer.
Nach ihrem letztjährigen Aufstieg in die 2. Pfalzliga ist es das Ziel der 3. Mannschaft, sich in der neuen Liga zu etablieren. Nicht zu erwarten und daher umso erfreulicher der bisherige Saisonverlauf: nach einem (v.a. in der Höhe sensationellen) 6:2 gegen Herxheim folgte ein glücklicher Sieg gegen Rülzheim. Nach der zu erwartetenden Niederlage gegen den Aufstiegsfavoriten aus Altrip konnte am 4. Spieltag der ESV Ludwigshafen mit 5:3 geschlagen werden. Somit steht die Mannschaft momentan völlig unerwartet mit 6:2 Punkten auf Platz 3!
Auch für die 4. Mannschaft kann es in der Bezirksliga nur um den Klassenerhalt gehen. Nach der wenig überraschenden Auftaktniederlage gegen Kandel gelang am 2. Spieltag ein sensationeller Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Maxau-Wörth. Somit steht die Mannschaft in der noch jungen Saison mit 2:2 Punkten vorläufig im Mittelfeld der Tabelle.
Die 5. Mannschaft ist in der Bezirksklasse mit 0:4 Punkten gestartet und befindet sich somit bereits im Abstiegskampf. Einer klaren Auftaktniederlage gegen Hagenbach II folgte am letzten Wochenende ein 2:4 gegen Herxheim II. Hier kann es in den nächsten Runden nur darum gehen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
In der Kreisklasse sind wir dieses Jahr mit zwei Mannschaften vertreten. Zum Auftakt konnte die 6. Mannschaft etwas überraschend mit 3:1 gegen unsere 7. die Oberhand behalten. Durch einen Sieg gegen Westheim III konnte die 7. Mannschaft am zweiten Spieltag den Anschluss ans Mittelfeld herstellen, die 6. Mannschaft erzielte hier ein 2:2 gegen Bellheim V.
In der Seniorenliga hat unser - durch Spieler aus Hagenbach verstärktes - Team bislang 2:2 Punkte erzielt. Der Auftaktniederlage gegen Deidesheim folgte ein Sieg gegen Worms 1878.
Insgesamt können wir mit dem Auftakt also zufrieden sein. Die weiteren Spiele lassen bei allen beteiligten Mannschaften noch eine Menge Spannung erwarten! (-tk-)

Michael Schreck gewinnt den Sommerpokal 2019

Er setzte sich mit 16 Punkten aus vier gewerteten Schnellschach-Turnieren gegen Alexander Pelt (14,5 / 2,75) und Peter Flörchinger (14,5 / 3,6) durch. Bei gleicher Punktzahl entscheidet der bessere Platzierungsdurchschnitt aus den Einzelturnieren. Auf den weiteren Plätzen folgten Thorsten Kunz (13 / 3,8) vor Winfried Radach (13 / 4,0) und Clemens Sprenger mit 10,5 (aus drei Turnieren!) sowie 14 weiteren Spielern.

Die Ergebnisse der Einzelturniere mit jeweils fünf Runden CH-System:

28.06.: Radach, Pelt (je 4 P.) vor Kunz und Flörchinger (3,5 P.)
05.07.:
Sprenger (4,5), Pelt (4), Schreck (3,5), Kunz, Radach, Flörchinger (je 3)
19.07.: Eramian (4,5), Schreck, Pelt (3,5), Sprenger (3)
02.08.: Eramian (4,5), Schreck, Flörchinger (3,5)
16.08.: Schreck, Flörchinger (4), Radach, Reese (3)

30.08.: Schreck (5) vor Kunz, Flörchinger (3,5) und Stein (3)

 

 

23./24.02.2019: Ein erfolgreiches Wochenende in Emmendingen brachte die SG Speyer-Schwegenheim sehr nahe an die Meisterschaft der 2. Schachbundesliga Süd und den damit verbundenen Aufstiegsplatz in die stärkste Schachliga der Welt. Am Samstag wurde der Meisterschaftsfavorit SC Emmendingen mit 5:3 in die Schranken gewiesen. Noch deutlicher fiel am Sonntag das Aufeinandertreffen mit der zweiten Mannschaft der OSG Baden-Baden aus, die mit 6:2 deklassiert wurde.

Zum wohl entscheidenden Wochenende im Kampf um die Meisterschaft konnte die SG fast in Bestbesetzung antreten, während die Gastgeber auf den einen oder anderen Stammspieler verzichten mussten. So waren die Gäste plötzlich leicht in der Favoritenrolle, der sie dann auch gerecht wurden.
Den Anfang machte dabei GM Mykhaylo Olesksiyenko am Spitzenbrett, der sich einen Mehrbauer erkämpft hatte, wofür sein gegenüber im Endspiel das Läuferpaar hatte. Im Summe rechnete sich das gegenseitig auf, sodass der Punkt geteilt wurde.
Für die Führung der Pfälzer sorgte FM Anatole Vlachos (8) in seinem ersten Spiel für die Zweitligatruppe. Bereits in der Eröffnung erarbeitete er sich Stellungsvorteile, im Mittelspiel gewann er zwei Figuren für einen Turm und bereits zu Beginn des Endspieles gab sein Kontrahent entnervt auf.
Leider gab GM Nijat Abasov an Tisch 2 die Führung wieder ab, als er die generische Dame in seiner Stellung begrüßen musste. Diese konnte sich daraufhin an seinem Basisbauer bedienen, wodurch ein nicht mehr aufzuhaltender Freibauer entstand.
Nun folgten zwei gerechte Unentschieden: GM Luca Shytaj (7) schafft es nicht, seinen Widersacher genügend unter Druck zu setzen, um sich eklatanten Vorteil zu verschaffen. Ebenso erging es GM Arturs Neiksans (4), der zwar die ganze Partie über verteidigte, sich am Ende aber eine Festung bauen konnte, in die es kein eindringen gab.
So stand es zur Zeitkontrolle 2,5:2,5; von den verbliebenen drei Partien hatten die Pfälzer an zweien Vorteile, der Ausgang am Tisch 6 war sehr unklar. Doch hier behielt GM Toms Kantans klaren Kopf. Er hatte zwar eine Qualität gegen einen Bauer mehr, jedoch einen gegnerischen Springer im Zentrum seiner Verteidigung stehen. Doch unter Herausgabe einiger Bauern rettete er sich in eine Stellungswiederholung und damit einen halben Zähler für sein Team.
Für die erneute Führung sorgte der zweite Grieche im Team, GM Antonios Pavlidis an Brett 3. Er opferte in der Eröffnung sehenswert eine Figur, die sein Spielpartner jedoch zurückgeben musste, um nicht direkt schachmatt zu werden. Aus der entstandenen guten Position heraus gewann Pavlidids eine Qualität für einen Bauer, was er dann im Endspiel in Kleinstarbeit in einen Sieg ummünzte.
Den Abschluss machte GM Nikita Meshkovs (5), der im Mittelspiel einen Bauer gewann und darauf im Endspiel an beiden Flügeln jeweils einen Bauer laufen lies. Diese konnte sein Spielpartner nicht mehr beide aufhalten.

Deutlich einseitiger verlief die Begegnung am Sonntag gegen den Tabellenzweiten OSG Baden-Baden II. Da sich bereits in der Eröffnungsphase an einigen Brettern Stellungs- und vor allem Zeitvorteile zugunsten der Pfälzer zeigten, konnte es sich Antonios Pavlidis leisten, bereits nach gut einer Stunde in das Remisangebot seines Mitspielers einzuwilligen. Wenig später folgte Mykhaylo Oleksiyenko, der sich jedoch in einer ausanalysierten Variante zu dieser Zeit bereits im Endspiel befand. Zwei Punkteteilungen mit schwarz konnten nicht schlecht für den Tabellenführer sein.
Nijat Abasov, am Vortag der einzige Verlierer des gesamten Wochenendes in Reihen der SG, machte sein Fauxpas wieder wett. Gegen seinen jungen Gegner hatte er zeitweise über eine Stunde Zeitvorteil und machte dann die Stellung derart kompliziert, dass seinem Gegenüber die Zeit zur Berechnung nicht mehr ausreichte. Material- und später der Partiegewinn waren die Folge.
Diese baute Nikita Meshkovs aus. In einem Schwerfigurenendspiel schaffte er es, seine Dame und seinen Turm derart zu manövrieren, dass dein Widersacher nur unter Aufgabe von Material seinen Monarchen schützen konnte.
Im Gefühl des sicheren Mannschaftserfolges einigte sich Arturs Neiksans mit seinem Gegenüber auf Unentschieden. Er hatte zu diesem Zeitpunkt einen Mehrbauer, die Stellung war aber derart kompliziert, dass er kein Risiko einging.
Auch Luca Shytaj steuerte einen halben Punkt bei. Mit den schwarzen Steinen konnte er zwar keinerlei Akzente setzen, ließ aber auch in der Verteidigung keinen Angriffspunkt zu, sodass am Ende auch hier ein Unentschieden zu Buche stand.
Die letzten beiden Begegnungen waren beim Stand von 4:2 unter normalen Umständen nicht mehr zu verlieren, aber auch schwer zu gewinnen. Aber wenn es einmal läuft gewinnt man auch solche Partien.
Toms Kantans hatte ein Turm-Läuferendspiel mit verschiedenfarbeigen Läufern und zwei Mehrbauern. Er schaffte es, einen Bauer so weit vorzuschieben, dass sein Spielpartner Material hätte geben müssen und die Resignation vorzog.
Den Schlusspunkt setzte Anatole Vlachos. Der 16-jährige Youngster nahm im Mittelspiel ein Bauerngeschenk dankend an und verwertete diesen geringen Vorsprung im Leichtfigurenendspiel wie ein alter Hase.
Nach diesen zwei Erfolgen gegen die direkten Verfolger ist die Tür zum direkten Wiederaufstieg in die Schachbundesliga weit offen; bei einem Restprogramm gegen eine Mittelfeldmannschaft und einen Abstiegskandidaten können sich die Pfälzer eigentlich nur noch selbst schlagen.(rs)

13.01.2019: Zweite Mannschaft übernimmt Tabellenführung:
Mit einem klaren 7:1-Erfolg konnte unsere 2. Mannschaft im Spitzenspiel der 2. Rheinland-Pfalz-Liga in Bingen am 5. Spieltag die Tabellenführung erobern. Um was es in diesem Duell ging, zeigte die Aufstellung beider Teams. Aufgrund eines Punkterückstands waren wir im Vorfeld der Partie zum Siegen verdammt. Nach ca. 3 Stunden Spielzeit stand bereits eine komfortable 3:0-Zwischenführung auf dem Spielbericht. Elvira Berend gelang an Brett 2 der erste Sieg des Tages. In sehenswerter Manier startete sie einen Angriff auf die weiße Königsstellung, der nur unter Preisgabe zahlreicher Bauern abgewehrt werden konnte. Letztlich waren es der Bauernleichen aber zuviel. Am Spitzenbrett verstärkte Adam Horvath in einer sizilianischen Partie nach und nach seinen Druck auf die schwarze Stellung, was im Endeffekt in Felderschwächen und nach einem unachtsamen Bauernzug seines Gegners auch in entscheidenden Materialvorteil mündete. Kurz danach erhöhte Enrico Krämer an Brett auf 3:0. Nach der Eröffnung stand er schon ein wenig besser. Als der gegnerische g-Bauer gefallen war entstand zunächst ein Damenendspiel. Nach Abtausch der Damen konnte Enrico das Bauernendspiel heimbringen. In der Folge dauerte es ein wenig, ehe Tamas Horvath an Brett 6 den nächsten Sieg einfahren konnte. In einer seiner Lieblingseröffnungen, der Sweschnikow-Variante der Sizilianischen Verteidigung, überraschte und verzauberte er die Kiebitze mit einem Qualitätsopfer. Dafür erhielt er zunächst das Läuferpaar und ein starkes Zentrum, später dann ein entscheidendes Freibauernduo auf der e- und d-Linie. Ebenso sehenswert demonstrierte Simon Commercon an Brett 5, wie man auch Damen einen gefährlichen Königsangriff starten und in die gehobene Taktikkiste greifen kann. In einer immer schwieriger zu überschauenden Stellung überschritt sein Gegenüber am Ende die Bedenkzeit. Damit war der Kampf entschieden. Pascal Flierl sah sich an Brett 8 zunächst diversen Drohungen gegen seinen König und eines überaus frechen weißen Springers ausgesetzt. In einem Schlagabtausch mit Gabeldrohungen und Grundlinienmatt behielt Pascal den Überblick, tauschte gekonnt ab und zwang den Weißen mit einem Mehrbauern in ein gewonnenes Springerendspiel. Da fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass sich Fred Berend an Brett 3 und Denis Mager an Brett 4 an diesem Tag sehr schwer taten. Denis war am Königsflügel eigentlich schon überspielt. Zum Glück büßte er am Ende nur eine Qualität ein, erhielt dafür eine gut spielbare Stellung. In der längsten Partie einigte er sich letztlich auf Remis. Zuvor musste Fred ein leicht schlechteres Turmendspiel verteidigen. Schon nach der Eröffnung gab es einige Bauernschwächen in seiner Stellung. Zum Schluss bewahrheitete sich jedoch die alte Schachweisheit "Alle Turmendspiele sind remis". Nach diesem Kantersieg geht es nun am 27.01. von der Pole Position in das Lokalderby gegen Bellheim. Nach einem holprigen Saisonstart kommt die Mannschaft immer besser in Fahrt. War schon vor Weihnachten gegen Kaiserslautern durch die Bank weg eine klare Steigerung zu erkennen, haben wir gegen Bingen nochmal eine Schippe draufgelegt. Gelingt es uns, diese Form zu halten, geben wir die Tabellenführung nicht mehr her. (-cs-)

16:12.2018: Die SG Speyer-Schwegenheim bleibt in der 2. Schach-Bundesliga Süd in der Erfolgsspur. Beim Heimspielwochenende in Schwegenheim gelang am Samstag ein hart umkämpfter, jedoch verdienter 4,5:3,5-Erfolg gegen Tabellenführer SC Heusenstamm. Am Sonntag wurde der SV Griesheim mit dem gleichen Ergebnis besiegt.
Wie viel am Samstag auf dem Spiel stand erkannte man daran, dass beide Teams sieben ihrer acht Stammspieler aufgeboten hatten und somit mit nur jeweils einem Reservemann auskommen mussten.
Diese beiden waren es dann auch, die für eine aus Sicht der Pfälzer positive erste Punkteteilung sorgten, war doch der eingerückte Fide-Meister Denis Mager der einzige Spieler der Hausherren, der von der Papierform her deutlich schwächer als sein Spielpartner war. Schnell wurden hier viele Figuren abgetauscht; das verbliebene Material neutralisierte sich dann derart, dass keiner der Kontrahenten mehr gewinnen konnte.
Den nächsten halben Zähler steuerte Großmeister Antonios Pavlidis an Tisch 2 bei. Der in Paris lebende Grieche stand nach der Eröffnung aussichtsreich, musste aber nach einem gelungenen Bauernopfer seines Widersachers selbst kämpfen, um die richtigen Züge zum Ausgleich zu finden, was ihm jedoch gelang.
Ein weiteres Remis folgte durch GM Arturs Neiksans (3), der zwar mit den schwarzen Figuren leicht defensiver stand, aber keinen Durchbruch seines Gegenübers erlaubte.
Das nächste Unentschieden gab es durch den internationalen Meister Lev Yankelevich an Brett 7. Er gab einen Bauern auf dem Königsflügel, hatte als Kompensation dafür aktives Spiel am Damenflügel, was sich insgesamt ausglich.
Den ersten vollen Erfolg für den Bundesliga-Absteiger steuerte GM Luca Shytaj (6) bei. Unter Vernachlässigung der Rochade preschte er mit seinen Bauern vor und gewann zuerst einen Bauern. Als dann sein Spielpartner eine Figur für Bauern geben musste, war die Begegnung gewonnen.
Für den nächsten und wichtigsten Punkt sorgte GM Nikita Meskovs an Brett 4. In einem taktisch geprägten Spiel, bei dem beide Spieler Siegchancen hatten, verblieb ihm in der entscheidenden Phase mehr Bedenkzeit, die er dahingehend nutzte, dass er einen Königsangriff lancierte, den sein Widersacher nur unter Herausgabe von Material parieren konnte.
Zur Zeitkontrolle stand es somit bereits 4:2 und am Spitzenbrett hatte GM Nijat Abasov im Turmendspiel einen Mehrbauer, sodass der Mannschaftskampf zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits entschieden war. Der junge Aserbeidschaner spielte weiter forsch auf Sieg, sein Gegenüber war jedoch erfahren genug, diesen kleinen Nachteil nicht zu eienr Niederlage werden zu lassen, sodass es schließlich auch hier eine Punkteteilung gab.
Zum Ende gab es nch die einzige Niederlage für die Gastgeber: GM Toms Kantans (5) spielte aktiv auf Gewinn, sah sich jedoch plötzlich einem gegnerischen Freibauer ausgesetzt. Die Stellung schien verloren, er kämpfte sich jedoch wieder ein eine wohl haltbare Position. Doch hier unterlief ihm ein Fehler, der dem Gegner erneut die Möglichkeit zum Sieg eröffnete, die er nun auch nutzte.
Ganz anders die Voraussetzungen am Sonntag: hier waren die Gastgeber an den Brettern 1-7 von der Papierform zum Teil deutlich stärker. So sah es beim Beginn des Mittelspieles nach einem klaren Sieg der Pfälzer aus, jedoch entwickelte sich die Begegnung dramatisch: Zuerst war es GM Toms Kantans, der zwei Stellungen verwechselte und die falsche Variante abwickelte. So war er am Ende hoch zufrieden, dass sein Gegenüber in eine Punkteteilung einwilligte.
Ähnlich erging es IM Lev Yankelevich, der einen Mehrbauer hatte und ein Manöver übersah. Auch hier endete die Partie in einer Punkteteilung.
Zur vorübergehenden Beruhigung der Zuschauer gewann dann GM Nijat Abasov, der seines Widersacher klar beherrschte, dessen König freilegte und dann mustergültig den vollen Punkt einfuhr.
Doch wie gewonnen so zerronnen: GM Arturs Pavlidis musste tatenlos mit ansehen, wie sein Gegner Stück für Stück seine Stellung verbesserte und ihn am Ende überrollte.
Besser machte es GM Arturs Neiksans: Er gab seine Dame für Turm, Läufer und Bauer und spielte danach auf Gewinn, doch seinem Spielpartner gelang es, die Stellung zu schließen und somit einen halben Punkt zu behalten.
Erleichtert waren die Hausherren, als der für FM Denis Mager ins Team gerückte Pascal Flierl ebenfalls den Punkt teilte. Er stand die komplette Partie über defensiv, konnte seinerseits nie auf Sieg spielen, verwaltete aber recht geschickt das Unentschieden.
Somit konnte sich GM Nikita Meskovs mit einem Blick auf die Stellung von GM Luca Shytaj mit einem Remis begnügen, obwohl er durchaus Chancen hatte, auf Sieg zu spielen.
Dass das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt war unterstrich Shytaj: In einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern klemmte er den generischen Monarchen ab, tauschte Bauern und schickte sich an, seinen verbliebenen Freibauern einzuschieben, was seinen Gegenüber resigniert aufgeben ließ.
Nach diesen zwei knappen Siegen ist die SG verlustpunktfrei auf Platz 2 der Tabelle vorgerückt und behält somit alle Möglichkeiten, den direkten Wiederaufsteig in die stärkste Schachliga der Welt zu schaffen.

Die SG Speyer-Schwegenheim ist sportlich aus der Schachbundesliga abgestiegen. Bei der  Schlussrunde in Berlin gab es nach der vermeidbaren 3:5-Schlappe gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Hofheim zwei befürchtete und erwartete Niederlagen. Gegen die OSG Baden-Baden (0,5:7,5) und den SV Hockenheim (2:6) gab es für die Pfälzer nichts zu holen. Am Ende steht 14. Tabellenplatz und man muss hoffen, dass wie im Vorjahr der eine oder andere Verein seine Spielberechtigung für die Bundsliga zurückgibt.

Gegen Tabellennachbarn SV Hofheim versuchte die SG, die voraussichtlich noch fehlenden zwei Punkte zum Klassenerhalt zu schaffen. Deshalb wurde die Mannschaft nochmals verstärkt, zum Teil die Turnierplanung einzelner Spieler geändert, um dann leicht favorisiert an die Tische gehen zu können. Das erste Ergebnis gab es durch IM Lev Yankelevich an Brett 6: Hier konnte sich keiner der Kontrahenten signifikaten Vorteile erarbeiten, der Punkt wurde geteilt. Ebenso erging es GM Mykhaylo Oleksiyenko am Spitzenbrett, der zwischenzeitlich leichte positionelle Nachteile hatte, letzendlich jedoch ein verdientes Remis erreichte. Den ersten Rückschlag gab es für Speyer-Schwegenheim, als WGM Sarah Hoolt am Ende der Reihe in der Eröffnung patzte und bereits nach 11 Zügen auf Verlust stand. Im Mittelspiel bekam sie noch zwei Chancen, konnte jedoch auch diese nicht nutzen und verlor klar. Zarte Siegchancen hatte GM Nikita Meskovs an Tisch 4, der die komplette Begegnung über etwas angenehmer stand; sein junger Widersacher schaffte es jedoch, stets die richtige Verteidigung zu finden, sodass auch hier nur ein Unentschieden herauskam. Eine weitere Punkteteilung steuerte IM Gabor Kovacs (7) bei. Hier ging keiner der beiden Kontrahenten Risiko, sodass der Spielverlauf eher ruhig und ohne größere Höhepunkte war. Etwas Hoffnung kam auf, als GM Toms Kantans (3) im Schwerfigurenendspiel die Türme tauschen und dann einen Freibauern schieben konnte, der nicht mehr aufzuhalten war und einen vollen Zähler brachte. Beim Stand von 3:3 war aber bereits abzusehen, dass die verbliebenen Partien voraussichtlich noch beide verloren gehen würden. Zuerst erwischte es GM Adam Horvath an Brett 5: Nachdem er bereits ein Remisgebot abgelehnt hatte, opferte er im Mittelspiel Material für einen Königsangriff. Dort machte er einen falschen Zug, sodass sein Spielpartner sich konsolidieren und mit einem Turm mehr weiterspielen konnte. Zum krönenden Abschluss eines verkorksten Tages stellte dann auch noch GM Arturs Neiksans (2), der die ganze Partie über aktiver stand, im Endspiel einen wichtigen Bauern ein und verlor dann auch noch. Die 3:5-Niederlage bedeutet aufgrund der Konstellation am Tabellenkeller, dass nur noch ein Wunder gegen Baden-Baden oder Hockenheim zum sportlichen Klassenerhalt helfen konnte.

Dies war ziemlich unwahrscheinlich, weil dann auch noch gegen die Top-Teams die lettische Abteilung zur nationalen Meisterschaft abreiste und diese Spieler durch lokale Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzt wurde. So erwischte es gegen Baden-Baden dann auch zuerst Enrico Krämer,der bereits in der Eröffnung zwei Varianten verwechselte und früh verlor. Ebenfalls früh unter Druck geriet IM Lev Yankelevich, der nach einem schwachen Läuferzug erst Bauern und dann eine Figur verlor. Danach war nichts mehr zu holen. Auch WGM Sarah Hoolt spielte nicht viel länger: Im Mittelspiel fand sie Gegenspiel, hatte dann aber die falsche Idee, sodass ihr Spielpartner einen durchschlagenden Mattangriff lancieren konnte. Simon Commercon musste im Mittelspiel die Dame für Turm und Läufer geben, was oft noch haltbar ist,jedoch fand er dann im Endspiel mehrfach nicht den besten Zug und verlor klar. GM Mykhaylo Oleksiyenko kam ganz ordentlich aus der Eröffnung. Hier entschied ein falscher Plan im Mittelspiel, der seinem Widersacher einen Schwerfigurenangriff auf dem Königsflügel erlaubte. Der einzige Teilerfolg des Tages für die Pfälzer gelang FM Denis Mager. Er nutzte einen groben Fehler eines deutschen Nationalspielers und stand zwischenzeitlich sogar auf Gewinn, fand aber den Weg nicht und musste sich mit einer Punkteteilung begnügen.

Genauso ärgerlich war die Niederlage für GM Adam Horvath, der zwar einen Bauern geben musste, aber in ein Turmendspiel mit Minusbauer abwickelte. Hier reichte ein einziger schlechter Zug, um eine Remisstellung zu verderben. Auch FM Armin Farmani Anosheh hatte im Damenendspiel noch Remischancen. Hier war es ein unklarer Damenzug, der seinem Spielpartner zu viel Raum für Damenbewegungen ließ, die zum Erfolg führten. Schlussendlich stand eine klare, aber zu deutlich ausgefallene 0,5:7,5 Pleite zu Buche.

Gegen den SV Hockenheim standen die Vorzeichen auch eher schlecht, aber die Pfälzer hielten sich recht gut. So begann es bei GM Mykhaylo Oleksiyenko gleich mit einer Punkteteilung; er war zwar einen Bauer im Rückstand, hatte aber stellungsmäßig genügend Kompensation, um einen halben Punkt zu holen. Die erste Niederlage ereilte WGM Sarah Hoolt, die im Mittelspiel ein paar Mal nur den zweitbesten Zug fand und dadurch Stück um Stück auf die Verliererstraße geriet. Besser machte es IM Gabor Kovacs, der keine Fehler machte. Da jedoch auch seinem Gegenüber kein Mißgeschick unterlief, trennte man sich am Ende unentschieden. Eine gute Partie lieferte auch Simon Commercon ab, bis er zu Beginn des Endspiels einen wichtigen Bauern einstellte. Danach war die Begegnung verloren. Bis ins Mittelspiel kam IM Lev Yankelevich, der zwischenzeitlich einen Bauern Vorsprung hatte. Diesen musste er zurückgeben, schaffte es dabei aber nicht, dadurch eine brauchbare Stellung zu erhalten und war im Endspiel chancenlos. Der einzige Spieler der Pfälzer, der leichte Siegchancen hatte, war mit Enrico Krämer derjenige, der von der Papierform am deutlichsten unterlegen war. Er fand den weiten Weg zum Sieg jedoch nicht,  wickelte aber immerhin zum Remis ab. Eine spannende Partie spielte FM Denis Mager, der zwar theoretisch immer etwas schlechter stand, für dessen Gegner es aber bei ablaufender Zeit immer schwieriger wurde, die richtigen Züge zu finden. Am Ende war es Mager, der den spielentscheidenden Fehler machte. Den letzten halben Punkt der Saison steuerte FM Armin Farmani Anosheh bei. Einmal hatte er Glück, dass sein Gegner eine mehrzügige Abwicklung zum Bauerngewinn übersah, ansonsten war es eine gerechte Punkteteilung.

Mit 8:22 Punkten beendet die SG Speyer-Schwegenheim die Saison auf Platz 14 und muss nach dem Rückzug des SK Schwäbisch Hall hoffen, dass sich noch eine weitere Mannschaft findet, die nicht am Spielbetrieb in der Schachbundesliga teilnehmen will. Ansonsten steigt die SG in die 2. Liga Süd ab. Die Entscheidung hierzu fällt spätestens am 15. Mai. (rs)

10./11.03.2018: Die Runden 11 und 12, Heimspielrunden der SG Speyer-Schwegenheim in der Schachbundesliga, wurden vom SC Westheim ausgerichtet und im dortigen Bürgerhaus gespielt. Als Ergebnis brachten sie den Hausherren ein zu hoch ausgefallenes 2:6 gegen den SV Werder Bremen sowie ein glückliches 4:4-Unentschieden gegen den SV Mülheim-Nord.

Gegen den Tabellendritten von der Weser hatten sich die Gastgeber am Samstag wenig ausgerechnet.
Sehr schnell ging es bei IM Lev Yankelevisch an Tisch 5, der bereits in der Eröffnung einen Dameneinschlag übersah und klar verlor.
Bessere Chancen gab es bei IM Gabor Kovacs (7), der nicht nur aktiver stand, sondern auch fast eine halbe Stunde mehr Restbedenkzeit auf der Uhr hatte. Doch hier wurden im Mittelspiel viele Figuren getauscht und die Partie verflachte zum Remis.
Ähnlich verlief es bei FM Armin Farmani Anosheh am letzten Brett, der optisch aktiver stand, sich aber nach Figurentausch im Mittelspiel ebenfalls mit einer Punkteteilung zufrieden geben musste.
Hoffnung keimte für die Gastgeber auf, als GM Robert Ruck (6) gewann. Er stand bereits im Mittelspiel aktiver, nutzte dann einen ungenauen Damenzug seines Widersachers, um die Qualität zu opfern und damit einen durchschlagenden Königsangriff zu lancieren.
Doch postwendend gingen die Norddeutschen wieder in Führung: IM Luca Shytaj an Brett 4 hatte selbst zu passive Figuren; als sein Spielpartner dann in Shytajs Stellung eindrang, musste er Bauern geben und verlor die Partie.
In dieser Phase der Begegnung war noch einmal die Überraschung möglich: Alle drei noch laufenden Partien waren in Remisbreite, an zweien davon hatten allerdings die Gäste das Sagen, lediglich GM Nikita Meskovs am Spitzenbrett hatte einen Mehrbauern und musste somit auf Gewinn spielen und hoffen, dass die beiden Mitstreiter ihre Stellungen hielten.
Doch der junge Lette, der eine sehr starke Saison spielt, überzog und lief in einen Mattangriff. Damit war der Mannschaftskampf gelaufen.
Somit war es nur noch Ergebniskosmetik, dass die Ungarn zum Ende ihre Partien beide verloren. IM Miklos Nemeth (3) fand in einem Leichtfigurenendspiel nicht die richtigen Züge, GM Adam Horvath (2) wickelte statt in ein Turmendspiel, welches wohl remis gewesen wäre, in ein verlorenes Springerendspiel ab.
So stand am Ende ein nach dem Spielverlauf zu klare 2:6-Niederlage.

Für das wichtige Spiel am Sonntag gegen Mitabstiegskandidat SV Mülheim-Nord kam GM Mykhaylo Oleksiyenko neu ans erste Brett; somit rückten alle anderen Spieler ein Brett nach hinten und FM Farmani Anosheh aus dem Team.
Aufgrund der Wichtigkeit der Begegnung für beide Mannschaften gab es anfänglich kaum Höhepunkte.
Ganz zu verstehen ist trotzdem nicht, warum IM Miklos Nemeth bei aktiverer Stellung und fast einer Stunde mehr Restbedenkzeit seinem Kontrahenten remis anbot, welches dieser freudig annahm.
Eine weitere Punkteteilung kam durch IM Luca Shytaj; hier war die Partie völlig ausgeglichen und keiner der Spieler hatte Siegchancen.
GM Robert Ruck hingegen kam gut in die Begegnung und hatte leichte Stellungsvorteile, allerdings keinen konkreten Gewinnplan. Dadurch ließ er ein paar gute Züge aus und musste am Ende noch zufrieden sein, einen halben Punkt zu holen.
Ähnlich erging es IM Lev Yankelevich, der die gesamte Partie über verteidigte, dies aber mit solcher Präzision tat, dass auch hier ein Unentschieden heraussprang.
Weniger Glück hatte GM Mykhaylo Oleksiyenko, der sich einem Turmendspiel gegenübersah, in dem er zwei Doppelbauern und mehrere Bauerninseln hatte. Hier fand er die richtige Fortsetzung nicht und musste am Ende resignieren.
Mehr Fortune hatte GM Nikita Meskovs, der im Mittelspiel einen kapitalen Fehler spielte, den sein Gegenüber jedoch nicht ausnutzen konnte. Danach verlor er einen Bauern, gewann diesen jedoch wieder zurück. Am Ende hätte er eine Figur geben müssen, dafür stand der gegnerische König jedoch so weit weg, dass auch hier schließlich eine Punkteteilung auf der Ergebnisliste stand.
Vielversprechend sah die Partie von IM Gabor Kovacs aus, der etwas aktiver stand; nach Abtausch mehrerer Figuren gab es jedoch auch für ihn kein Durchkommen mehr und ein Unentschieden.
Nun musste GM Adam Horvath zumindest einen Mannschaftspunkt für die Gastgeber retten, was er auch in gekonnter Manier tat: im Mittelspiel baute er so viel Druck auf, dass sein Spielpartner die Qualität geben musste. Nachdem er noch einige Drohungen abgewehrt und dabei Bauern gewonnen hatte, tauschte er Figuren und gab im richtigen Moment die Qualität zurück. Übrig blieb ein weit vorgerückter Freibauer, zu dessen Beseitigung weiteres Material hätte gegeben werden müssen.
Am Ende steht ein insgesamt glücklicher Punktgewinn, der die SG Speyer-Schwegenheim auch drei Runden vor Schluss auf Platz 12, dem letzten Nichtabstiegsplatz, verharren lässt. Da die Mannschaften auf den Plätzen 13-16 in den letzten drei Runden jedoch allesamt noch gegeneinander spielen, müssen in der nächsten Runde gegen Tabellennachbar Hofheim unbedingt Punkte her, um den Klassenerhalt zu sichern. Gegen die beiden letzten Gegner, Tabellenführer Baden-Baden und den neuen Tabellendritten aus Hockenheim, hängen da die Früchte wohl zu hoch. Die restlichen Runden werden vom 29. April bis 1. Mai zentral in Berlin gespielt. (rs)
Hier können die Partien nachgespielt werden.

24./25.02.2018: Wie befürchtet kommt die SG Speyer-Schwegenheim ohne Punkte vom Bundesligawochenende in Aachen zurück. Nach der herben 0,5:7,5-Schlappe am Samstag gegen die SG Solingen gab es am Sonntag eine erträgliche 2,5:5,5-Niederlage gegen Gastgeber DJK Aachen.

Am Samstag gab es gegen die SG Solingen wie befürchtet nur wenig zu ernten. Dasss es am Ende mit 7,5:0,5 ein Debakel gab, entspricht jedoch nicht ganz dem Spielverlauf und ist zu hoch ausgefallen.
Den ersten Rückschlag musste Oliver Prestel an Tisch 7 hinnehmen, der den offenen Schlagabtauch suchte, dabei allerdings eine Abwicklung übersah und somit die höhere Spielstärke seines Kontrahenten anerkennen musste.
Nicht viel besser erging es Simon Commercon (6), der kein Gegenspiel entwickeln konnte und mehr oder weniger hilflos ansehen musste, wie sein Spielpartner ihn Stück für Stück in die Bedrängnis brachte.
Den dritten Schlag musste IM Luca Shytaj (2) hinnehmen, der in brauchbarer Stellung einen vergifteten Bauern einheimste, der ihn die Dame und damit die Partie kosten sollte.
Der einzige Lichtblick des Tages gelang GM Mykhaylo Oleksiyenko am Spitzenbrett, der sogar einen Gewinnweg übersah, am Ende jedoch zumindest einen sicheren halben Punkt gegen seinen schier übermächtigen Gegner einfuhr.
Nach einer unklaren Abwicklung im Mittelspiel hatte IM Lev Yankelevich (3) zwar eine Qualität gewonnen, dafür musste er sich aber gegen mehrere vorstürmende Bauern wehren. Als er dann eine Abwicklung übersah, die ihm Chancen ermöglichte, war die Begegnung zu seinen Ungunsten gelaufen.
WGM Sarah Hoolt an Brett 5 opferte am Ausgang der Eröffnung einen Bauern, um den gegnerischen Monarchen in der Mitte zu halten. Den Bauer konnte sie zwar zurückgewinnen, aber ihre Figuren standen nachher derart schlecht, dass ihr Widersacher sie nach allen Regeln der Schachkunst erdrücken konnte.
Einen groben Fehler kann sich auch FM Denis Mager (8) nicht vorwerfen, jedoch war sein Gegner spielstärker und stellte ihn Zug für Zug vor größere Probleme, sodass die Stellung am Ende nicht mehr haltbar war.
Zum Schluss kämpfte nur noch IM Gabor Kovacs (4), doch auch er fand in einem Endspiel, in dem er zwar etwas schwächer, aber durchaus noch in Remisbreite war, die richtigen Züge nicht und verlor. An diesem Tag war absolut mehr als ein halber Brettpunkt möglich gewesen.

In gleicher Besetzung ging es am Sonntag gegen Gastgeber DJK Aufwärts Aachen an die Bretter. War man gegen Solingen noch an jedem Brett von der Papierform deutlich unterlegen, waren die Vorzeichen nun nicht ganz so klar. So war es FM Denis Mager, der offensichtlich nicht so gut vorbereitet war wie sein Kontrahent, wodurch dieser zuerst eine Qualität und dann die Partei gewann.
Etwas mehr Fortune hatte Oliver Prestel, dessen Spielpartner genau eine Siegchance hatte, diese aber nicht erkannte, so dass er sich in eine Stellungswiederholung und damit Punkteteilung retten musste.
Ein grober Schnitzer entschied die Partie von Simon Commercon zu seinen Ungunsten. Er übersah, dass er einen vorrückenden gegnerischen Bauern nicht nehmen konnte, da er sonst eine Figur verloren hätte. Doch auch so entschied der Bauer die Begegnung.
Der Mannschaftskampf war praktisch gelaufen, als auch IM Gabor Kovacs verlor. Irgendwie fand er nicht in die Partie, konnte stets nur reagieren und verlor dann noch eine Figur.
Den Glanzpunkt des Tages aus Sicht der Pfälzer setzte erneut GM Mykhaylo Oleksiyenko, der gegen seinen stärker eingeschätzten Landsmann GM Vassily Ivanchuk zuerst einen Bauern gewann und diesen dann gewinnbringend forcierte.
Einen weiteren halben Punkt steuerte IM Luca Shytaj bei, der zwar gegen einen vorgerückten gegnerischen Freibauern zu kämpfen hatte, seinerseits aber mit einem Königsangriff aufwartete, den sein junger Widersacher nur durch Dauerschach beantworten konnte.
Kein Glück hatte dieses Mal IM Lev Yankelevich, der schlecht aus der Eröffnung kam und dadurch im Mittelspiel zwei Bauern verlor. Zu viel, wie sich am Ende zeigte.
Die letzte Partie endete mit einer Punkteteilung. WGM Sarah Hoolt hatte im Mitelspiel einen Bauern gegeben, gewann diesen allerdings zurück. Einen Schreckmoment musste sie noch überstehen, als sie im falschen Moment den Turm tauschen wollte, doch glücklicherweise sah ihr Spielpartner in Zeitnot nicht die richtige Abwicklung.
Mit 7:13 Punkten ist die SG auf Platz 12 der Tabelle abgerutscht, also auf den Platz, der gerade noch zum Klassenerhalt reicht.
Jedoch müssen aus den verbleibenden 5 Runden sicher noch Punkte her; die nächste Möglichkeit gibt es beim Heimspielwochenende im Bürgerhaus Westheim, wo am 10. März gegen Werder Bremen, jedoch noch wahrscheinlicher am 11. März gegen Mülheim-Nord Chancen auf Punkte bestehen. (rs)

Impressionen vom Wochenende in Aachen

[Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.9"] [White "Oleksiyenko, Mykhaylo"] [Black "Harikrishna, Pentala"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "A28"] [WhiteElo "2609"] [BlackElo "2745"] [PlyCount "69"] [EventDate "2018.??.??"] 1. c4 Nf6 2. Nc3 e5 3. Nf3 Nc6 4. e3 Bb4 5. Qc2 d6 6. a3 Bxc3 7. Qxc3 e4 8. Nd4 Ne5 9. b4 Nfg4 10. h3 Qh4 11. g3 Qh6 12. Be2 Nf6 13. Bb2 Bd7 14. O-O-O O-O-O 15. g4 Rhe8 16. Rdg1 g5 17. h4 Bxg4 18. hxg5 Qxg5 19. c5 h5 20. c6 Kb8 21. cxb7 c5 22. bxc5 dxc5 23. Nb5 Rd7 24. Kb1 Nc6 25. Ka1 Qf5 26. Bxg4 Nxg4 27. Rc1 Rd5 28. Nd4 Nxd4 29. exd4 Kxb7 30. dxc5 Ka8 31. c6 Rd3 32. Qc4 Rc8 33. c7 Rd6 34. Bd4 Qd5 35. Be3 1/2-1/2 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.10"] [White "Rapport, Richard"] [Black "Shytaj, Luca"] [Result "1-0"] [ECO "D02"] [WhiteElo "2703"] [BlackElo "2448"] [PlyCount "71"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. Nf3 e6 3. Bf4 d5 4. e3 Bd6 5. Bd3 c5 6. dxc5 Bxc5 7. O-O Nc6 8. c4 Nb4 9. Nc3 O-O 10. Be2 dxc4 11. Bxc4 Nbd5 12. Nxd5 Nxd5 13. Bg5 Be7 14. Bxe7 Qxe7 15. Bxd5 Rd8 16. Qb3 exd5 17. Rfc1 Be6 18. Qa4 h6 19. Nd4 a6 20. Qa5 Rdc8 21. h3 Qd6 22. a4 Bd7 23. Rd1 b6 24. Qd2 a5 25. Ne2 Rc5 26. Nc3 Qg6 27. Kh2 Be6 28. Qd4 Rac8 29. Rd2 R8c6 30. Rad1 Kh7 31. Qe5 f6 32. Qb8 Qg5 33. f4 Qg6 34. Nb5 Qe4 35. Nd4 Qxe3 36. Re2 1-0 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.11"] [White "Yankelevich, Lev"] [Black "Ragger, Markus"] [Result "0-1"] [ECO "E04"] [WhiteElo "2446"] [BlackElo "2666"] [PlyCount "76"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nf3 d5 4. g3 dxc4 5. Bg2 c6 6. a4 Bb4+ 7. Bd2 a5 8. Qc2 Bxd2+ 9. Qxd2 Ne4 10. Qc2 Nd6 11. O-O Na6 12. Ne5 Nb4 13. Qc1 O-O 14. Na3 Qc7 15. Rd1 b6 16. Nb5 cxb5 17. Bxa8 bxa4 18. Bg2 b5 19. Nd3 Bb7 20. Nc5 Bxg2 21. Kxg2 Nf5 22. Qf4 Qc6+ 23. Qe4 Nxd4 24. Rxd4 Qxc5 25. Rad1 g6 26. Kg1 c3 27. bxc3 Qxc3 28. Qb7 Qc6 29. Qa7 Qa8 30. Qc5 Nd5 31. Rh4 Rc8 32. Qd4 Nc3 33. Qf6 Nxe2+ 34. Kf1 Nc3 35. Kg1 Nxd1 36. Rd4 Nc3 37. Rd7 Ne2+ 38. Kf1 Rc1+ 0-1 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.12"] [White "Van Wely, Loek"] [Black "Kovacs, Gabor"] [Result "1-0"] [ECO "E05"] [WhiteElo "2656"] [BlackElo "2461"] [PlyCount "155"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. g3 Be7 5. Bg2 O-O 6. O-O dxc4 7. Ne5 Nc6 8. Nxc6 bxc6 9. Na3 Bxa3 10. bxa3 Rb8 11. Qa4 Rb6 12. Qxc4 Ba6 13. Qc2 Qd6 14. Rd1 Rfb8 15. e4 Qe7 16. Qc3 Bb5 17. Re1 Nd7 18. Bf4 Ra6 19. Re3 c5 20. Bxc7 cxd4 21. Qxd4 Rc8 22. Rc3 Ra4 23. Qd2 Nf6 24. Bd6 Qd7 25. Rxc8+ Qxc8 26. Rb1 Qd7 27. e5 Ne8 28. Bb4 Qxd2 29. Bxd2 Nc7 30. Bb4 Nd5 31. Rc1 Bd7 32. Bc5 h6 33. Bf1 Nb6 34. Bd3 Ra5 35. f4 Nd5 36. h4 f6 37. Bd6 g5 38. fxg5 fxg5 39. hxg5 hxg5 40. Kf2 Ra4 41. Bc5 Be8 42. Rh1 Ra5 43. Bd6 Ra4 44. Rc1 Bd7 45. Bc4 Bc6 46. Bb3 Ra6 47. Ke1 Kg7 48. Kd2 Kg6 49. Bc2+ Kh5 50. Bd1+ Kg6 51. Bg4 Bd7 52. Bc5 Ra4 53. Bd1 Ra5 54. Be2 Kf5 55. Bd6 Ra4 56. Rf1+ Kg6 57. Bd3+ Kh5 58. Be2+ Kg6 59. Rf8 Rd4+ 60. Ke1 Nc3 61. Rf6+ Kg7 62. Bh5 Ne4 63. Rf7+ Kh6 64. g4 Nxd6 65. Rxd7 Re4+ 66. Kf2 Nb5 67. Rb7 Rxe5 68. a4 Nd4 69. Rxa7 Re2+ 70. Kf1 Rxa2 71. Bf7 Rd2 72. Rd7 e5 73. a5 Rd1+ 74. Kf2 Ra1 75. Bc4 Kg6 76. a6 Ra3 77. a7 Kf6 78. Rd6+ 1-0 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.13"] [White "Hoolt, Sarah"] [Black "Ganguly, Surya Shekhar"] [Result "0-1"] [ECO "C02"] [WhiteElo "2400"] [BlackElo "2650"] [PlyCount "86"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 c5 4. c3 Qb6 5. Nf3 Nc6 6. a3 f6 7. Bd3 fxe5 8. dxe5 c4 9. Bc2 g6 10. b3 cxb3 11. Bxb3 Bg7 12. O-O Nge7 13. Bg5 Nxe5 14. Nxe5 Bxe5 15. Bxe7 Kxe7 16. Ra2 Kf7 17. Re2 Bf6 18. c4 Rd8 19. cxd5 exd5 20. Bxd5+ Kg7 21. Qb3 Qxb3 22. Bxb3 Bf5 23. Rc1 Rac8 24. Ree1 b5 25. g3 a5 26. a4 b4 27. Rxc8 Rxc8 28. Kg2 Kf8 29. h4 Rd8 30. Rc1 h5 31. Re1 Rd6 32. Rc1 Ke7 33. Kf1 Kd7 34. Ke1 Bb2 35. Rc2 Bxc2 36. Bxc2 Ke7 37. Ke2 Bc1 38. Ke1 Kf6 39. Ke2 Ke5 40. Ke1 Kd4 41. Bb3 Kd3 42. Kd1 Bb2 43. Ke1 Rc6 0-1 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.14"] [White "Van Kampen, Robin"] [Black "Commercon, Simon"] [Result "1-0"] [ECO "C42"] [WhiteElo "2646"] [BlackElo "2257"] [PlyCount "61"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nf6 3. Nxe5 d6 4. Nf3 Nxe4 5. Nc3 Nxc3 6. dxc3 Be7 7. Be3 Be6 8. Nd4 O-O 9. Nxe6 fxe6 10. Qg4 Rf6 11. Bd3 Nd7 12. Qh3 Nf8 13. O-O-O d5 14. g4 Rf7 15. f4 Bd6 16. Rhf1 c6 17. c4 Qc7 18. cxd5 cxd5 19. f5 e5 20. Kb1 Rc8 21. c3 b5 22. Qg2 b4 23. cxb4 Qb7 24. Bc2 Rxc2 25. Qxc2 d4 26. Bd2 e4 27. Rfe1 e3 28. Bxe3 Bxb4 29. Bd2 Bd6 30. Bc1 Qb6 31. Qc4 1-0 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.15"] [White "Prestel, Oliver"] [Black "L'Ami, Erwin"] [Result "0-1"] [ECO "A68"] [WhiteElo "2152"] [BlackElo "2625"] [PlyCount "58"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. Nf3 O-O 6. Be2 c5 7. d5 Bg4 8. Nd2 Bxe2 9. Qxe2 e6 10. O-O Qe7 11. f4 exd5 12. cxd5 Nbd7 13. Nc4 Rfe8 14. Bd2 b5 15. Nxb5 Nxe4 16. Rae1 Nb6 17. Ba5 Nxc4 18. Qxc4 a6 19. Nc7 Bd4+ 20. Kh1 Ng3+ 21. hxg3 Qf8 22. Qxd4 cxd4 23. Nxe8 Rxe8 24. Bb6 d3 25. Ba5 Re2 26. Bc3 Qe7 27. Rd1 Qe4 28. Rf3 Rxg2 29. Rdxd3 Rxg3 0-1 [Event "BL 1718 SG Solingen - Speyer-Schwegenhe"] [Site "?"] [Date "2018.02.24"] [Round "9.16"] [White "Predojevic, Borki"] [Black "Mager, Denis"] [Result "1-0"] [ECO "B80"] [WhiteElo "2629"] [BlackElo "2277"] [PlyCount "83"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 c5 2. Nf3 d6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 a6 6. g3 e6 7. Bg2 Be7 8. O-O O-O 9. Be3 Qc7 10. g4 Nc6 11. g5 Nd7 12. f4 Nxd4 13. Bxd4 b5 14. Qh5 Bb7 15. f5 exf5 16. exf5 Bxg2 17. Kxg2 Qb7+ 18. Kg1 f6 19. g6 h6 20. Qf3 Qxf3 21. Rxf3 Ne5 22. Re3 Rfc8 23. Nd5 Bd8 24. c3 Rc6 25. Kg2 a5 26. a3 Rb8 27. Re2 Rb7 28. Rd1 Kf8 29. h4 Ke8 30. h5 Bc7 31. Nf4 Bb6 32. Ne6 a4 33. Bxe5 dxe5 34. Red2 Rc8 35. Rd6 Ba5 36. Kf3 Ra7 37. R1d5 Rb7 38. Ke2 Ra8 39. Nc5 Re7 40. Re6 Bd8 41. Rxe7+ Bxe7 42. Ne6 1-0 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.1"] [White "Ivanchuk, Vassily"] [Black "Oleksiyenko, Mykhaylo"] [Result "0-1"] [ECO "C67"] [WhiteElo "2731"] [BlackElo "2609"] [PlyCount "104"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. O-O Nxe4 5. d4 Nd6 6. Bxc6 dxc6 7. dxe5 Nf5 8. Qxd8+ Kxd8 9. Nc3 Ke8 10. h3 h5 11. Rd1 Be7 12. b3 Nh4 13. Nd4 Nf5 14. Nde2 Bd7 15. Ne4 a5 16. c4 h4 17. Nf4 a4 18. Bd2 Nd4 19. Bc3 Ne6 20. Nxe6 Bxe6 21. f3 Rh6 22. Re1 Rg6 23. Kf2 b5 24. f4 Bf5 25. Rad1 Bxe4 26. Rxe4 Rg3 27. Bd4 Rd8 28. b4 Bxb4 29. f5 Rxd4 30. Rdxd4 Bc5 31. f6 g5 32. Kf1 Bxd4 33. Rxd4 Ra3 34. cxb5 cxb5 35. Rd5 Rxa2 36. Rxb5 a3 37. Ra5 Kd7 38. Ra6 c6 39. e6+ Kxe6 40. Rxc6+ Kf5 41. Ra6 Ra1+ 42. Kf2 a2 43. Ra8 Kxf6 44. Ra5 Ke6 45. Ra6+ Kd5 46. Ra5+ Kc6 47. Ra6+ Kb5 48. Ra8 f5 49. Ra7 g4 50. hxg4 fxg4 51. Ra8 g3+ 52. Ke2 Rg1 0-1 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.2"] [White "Shytaj, Luca"] [Black "van Foreest, Jorden"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C65"] [WhiteElo "2448"] [BlackElo "2636"] [PlyCount "92"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 Nf6 4. d3 d6 5. c4 Be7 6. Nc3 O-O 7. h3 Nd7 8. Be3 Bf6 9. Nd5 Nd4 10. Bxd7 Bxd7 11. Bxd4 exd4 12. O-O Be5 13. Qd2 c6 14. Nf4 Qe7 15. Ne2 c5 16. Nxe5 dxe5 17. Ng3 Qh4 18. b4 Qf4 19. Qb2 b5 20. cxb5 Bxb5 21. bxc5 Bxd3 22. Rfe1 Rab8 23. Qa3 Bc2 24. Rec1 d3 25. Qxa7 Ra8 26. Qd7 Rxa2 27. Rxa2 Qxc1+ 28. Nf1 Qb1 29. Ra3 Qb4 30. Ra7 Qxc5 31. Rc7 Qb4 32. Ne3 Qe1+ 33. Kh2 Qxf2 34. Rc8 Qf4+ 35. g3 Qf2+ 36. Kh1 Qe1+ 37. Kh2 Qb4 38. Nd5 Qd2+ 39. Kg1 Qe1+ 40. Kh2 Qf2+ 41. Kh1 g6 42. Ne7+ Kg7 43. Rxf8 Qe1+ 44. Kh2 Qe2+ 45. Kg1 Qe3+ 46. Kh2 Qf2+ 1/2-1/2 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.3"] [White "Lupulescu, Constantin"] [Black "Yankelevich, Lev"] [Result "1-0"] [ECO "D38"] [WhiteElo "2626"] [BlackElo "2446"] [PlyCount "149"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nf3 d5 4. Nc3 Nbd7 5. Bg5 Bb4 6. e3 c5 7. cxd5 exd5 8. Bd3 c4 9. Bf5 h6 10. Bh4 Nb6 11. Bc2 Bxc3+ 12. bxc3 Bg4 13. Qb1 Bxf3 14. gxf3 Qd6 15. a4 O-O 16. Kd2 Nh5 17. Bf5 Nc8 18. Bg4 Nf6 19. Bh3 Ne7 20. Bg3 Qc6 21. Qb4 Rfe8 22. Rhb1 b6 23. a5 bxa5 24. Qxa5 Nh5 25. Qa6 Nxg3 26. Qxc6 Nxc6 27. hxg3 Reb8 28. Bd7 Rxb1 29. Rxb1 Ne7 30. e4 Rd8 31. Rb7 a6 32. Ra7 Rb8 33. Ba4 Kf8 34. Rxa6 f5 35. exd5 Nxd5 36. Rc6 Rb1 37. Rc5 Nb6 38. Rxf5+ Ke7 39. Rb5 Rxb5 40. Bxb5 g5 41. g4 Kd6 42. Be8 Ke7 43. Bc6 Kd6 44. Be4 Ke6 45. Bh7 Kf6 46. Kc1 Ke7 47. Kb2 Na4+ 48. Kc2 Nb6 49. Kd2 Kf6 50. Be4 Ke6 51. Bc6 Kd6 52. Bb5 Ke7 53. Ke2 Nd5 54. Bxc4 Nxc3+ 55. Kd2 Na4 56. Bb3 Nb6 57. Ke3 Kf6 58. f4 Nd7 59. fxg5+ hxg5 60. Ke4 Nb6 61. f4 Nd7 62. fxg5+ Kxg5 63. Be6 Nb8 64. d5 Kf6 65. Kf4 Na6 66. g5+ Kg7 67. d6 Nc5 68. Bf5 Nb7 69. Ke5 Nc5 70. Kd5 Nb7 71. Kc6 Nd8+ 72. Kc7 Nf7 73. d7 Nxg5 74. d8=Q Ne6+ 75. Bxe6 1-0 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.4"] [White "Kovacs, Gabor"] [Black "Parligras, Mircea Emilian"] [Result "0-1"] [ECO "E56"] [WhiteElo "2461"] [BlackElo "2638"] [PlyCount "72"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. e3 O-O 5. Nf3 d5 6. Bd3 dxc4 7. Bxc4 c5 8. O-O Nc6 9. a3 Ba5 10. Qd3 a6 11. Bd2 b5 12. Ba2 Bb7 13. Rad1 Bc7 14. Bc1 Qd6 15. dxc5 Qxc5 16. Ne2 Rfd8 17. Qc3 Qh5 18. Nf4 Qh6 19. Qc5 Ne4 20. Qc2 Ng5 21. Qe2 Nb4 22. Nxg5 Nxa2 23. Qg4 Nxc1 24. Rxc1 Be5 25. Rc5 Bd6 26. Rcc1 Qf6 27. b4 Rac8 28. Rxc8 Rxc8 29. Rd1 Be7 30. h4 h6 31. Nf3 Rd8 32. Rc1 Be4 33. Nh5 Qb2 34. Rf1 Bf5 35. Qg3 Bd6 36. Nf4 e5 0-1 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.5"] [White "Handke, Florian"] [Black "Hoolt, Sarah"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C11"] [WhiteElo "2533"] [BlackElo "2400"] [PlyCount "143"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. e5 Nfd7 5. f4 c5 6. Nf3 Nc6 7. Be3 Be7 8. Qd2 O-O 9. Be2 b6 10. Nd1 cxd4 11. Nxd4 Nxd4 12. Bxd4 Nb8 13. O-O Nc6 14. Bf2 Bb7 15. Bb5 Rc8 16. Bxc6 Rxc6 17. Bd4 f5 18. exf6 Bxf6 19. Ne3 Qd6 20. c3 Bxd4 21. Qxd4 Rc7 22. g3 Re8 23. Rfe1 Qd8 24. Rad1 Qc8 25. Rd2 Ba6 26. Qe5 d4 27. Qxd4 Bb7 28. Ng4 Ba8 29. h4 Qb7 30. Kh2 h6 31. Ne5 Rf8 32. h5 Qc8 33. Qd6 Re8 34. Ng6 Kh7 35. Red1 Rc5 36. Ne5 Rd5 37. Rxd5 Bxd5 38. c4 b5 39. c5 b4 40. Rd2 Qb7 41. Qd7 Qxd7 42. Nxd7 Rc8 43. Rc2 Bxa2 44. c6 Bd5 45. Ne5 Kg8 46. Rc5 Kf8 47. Rb5 Bxc6 48. Rxb4 Bd5 49. Ra4 Rc7 50. b4 Ke7 51. Ra6 Rb7 52. g4 Rxb4 53. Rxa7+ Rb7 54. Ra4 Rb3 55. Ra7+ Rb7 56. Ra1 Rb3 57. Rc1 Kd8 58. Rc2 Ra3 59. Nf7+ Kd7 60. Rb2 Kc7 61. Ne5 Kc8 62. Rf2 Kc7 63. g5 hxg5 64. fxg5 Kd6 65. Nf7+ Ke7 66. Ne5 Ra2 67. Rxa2 Bxa2 68. Kg3 Bb1 69. Kf4 Bc2 70. Nc6+ Kd6 71. Ne5 Ke7 72. Nc6+ 1/2-1/2 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.6"] [White "Commercon, Simon"] [Black "Burg, Twan"] [Result "0-1"] [ECO "D02"] [WhiteElo "2257"] [BlackElo "2517"] [PlyCount "54"] [EventDate "2018.??.??"] 1. d4 Nf6 2. g3 d5 3. Nf3 c5 4. Bg2 cxd4 5. Nxd4 e5 6. Nb3 Nc6 7. Bg5 Be6 8. Nc3 d4 9. Ne4 Bb4+ 10. Kf1 Be7 11. Nxf6+ gxf6 12. Bh6 Rg8 13. Qd3 Rg6 14. Bd2 f5 15. Qb5 Qb6 16. Qxb6 axb6 17. e3 d3 18. Nc1 dxc2 19. Ke1 Rd8 20. Ne2 Nb4 21. Bxb4 Bxb4+ 22. Nc3 Bxa2 23. Bxb7 Rgd6 24. Kf1 Bxc3 25. bxc3 Rd1+ 26. Kg2 Rxh1 27. Bc6+ Kf8 0-1 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.7"] [White "Hoffmann, Michael"] [Black "Prestel, Oliver"] [Result "1/2-1/2"] [ECO "C18"] [WhiteElo "2442"] [BlackElo "2152"] [PlyCount "50"] [EventDate "2018.??.??"] 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Bb4 4. e5 c5 5. a3 Bxc3+ 6. bxc3 Ne7 7. Qg4 cxd4 8. cxd4 Qc7 9. Bd2 Qxc2 10. Qxg7 Rg8 11. Qh6 Nbc6 12. Ne2 Nxd4 13. Rc1 Qa4 14. Qxh7 Bd7 15. Nc3 Qxa3 16. Qd3 Nef5 17. Nxd5 Qxd3 18. Nf6+ Kd8 19. Bxd3 Rxg2 20. Be4 Rg6 21. Bxb7 Rb8 22. Ba5+ Ke7 23. Bb4+ Kd8 24. Ba5+ Ke7 25. Bb4+ Kd8 1/2-1/2 [Event "BL 1718 Speyer-Schwegenheim - DJK Aache"] [Site "?"] [Date "2018.02.25"] [Round "10.8"] [White "Mager, Denis"] [Black "Braun, Christian"] [Result "0-1"] [ECO "D85"] [WhiteElo "2277"] [BlackElo "2378"] [PlyCount "80"] [EventDate "2018.??.??"] 1. c4 Nf6 2. Nc3 g6 3. d4 d5 4. cxd5 Nxd5 5. Bd2 Nb6 6. Bg5 Bg7 7. e3 c5 8. dxc5 Bxc3+ 9. bxc3 Qxd1+ 10. Rxd1 N6d7 11. Bb5 Nc6 12. Rd5 f6 13. Bh6 Nde5 14. e4 Be6 15. Nf3 Kf7 16. Bxc6 Nxf3+ 17. gxf3 bxc6 18. Rd2 Bc4 19. Kd1 Rhd8 20. a3 Bd3 21. Bf4 e5 22. Be3 Rab8 23. Rxd3 Rxd3+ 24. Kc2 Rd7 25. a4 Rdb7 26. Bc1 Ke6 27. Rd1 Rd7 28. Re1 g5 29. Rg1 Rg8 30. f4 exf4 31. Bxf4 f5 32. exf5+ Kxf5 33. Bd6 Re8 34. Kd3 Rb7 35. Rg3 Rb2 36. Rf3+ Kg6 37. h3 Ree2 38. Bg3 h5 39. h4 gxh4 40. Bxh4 Rbd2+ 0-1

03./04.02.2018: Das erfolgreichste Wochenende seit Zugehörigkeit zur Schachbundesliga gelang der SG Speyer-Schwegenheim in Norderstedt. Nach einem etwas glücklichen 4,5:3,5-Sieg gegen den Hamburger SK am Samstag wurden die Gastgeber SK Norderstedt am Sonntag verdient mit 5:3 in die Schranken gewiesen. Mit diesen vier Punkten steht man nun mit 7:9 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz und hat sich Luft im Abstiegskampf verpasst.

Mit konzentrierter Leistung und im entscheidenden Moment auch dem nötigen Quentchen Glück gewann die SG Speyer-Schwegenheim am Samstag gegen den favorisierten Tabellennachbarn Hamburger SK knapp mit 4,5:3,5.
Dabei fing es merklich schlecht für die Pfälzer an: WGM Sarah Hoolt spielte an Brett 7 nur 16 Züge, bevor sie nach einem Königsangriff ihres Widersachers aufstecken musste. Den ersten Teilerfolg verbuchte IM Lev Yankelevich (6). In einem ausgeglichenen Spiel hatte keiner der Kontrahenten echte Siegchancen.
Einen guten Tag erwischte GM Toms Kantans an Tisch 3, der seinen Gegner wiederholt vor Probleme stellte, bis diesem ein grober Fehler unterlief, den der junge Lette dann rigoros ausnutzte.
Arturs Neiksans (2) steuerte einen weiteren halben Punkt bei. In einer Begegnung ohne größere Höhepunkte gab es eine gerechte Punkteteilung. Keine Chance hatte Simon Commercon (8), dessen Spielpartner an diesem Tag einfach besser war und nach einem Qualitätsgewinn einnen Angriff startete, der weiteres Material brachte. Eine weitere unspektakuläre Partie endete an Brett 5, wo IM Luca Shytaj ein weiteres Remis beisteuerte.
Die Partie kippte zugunsten der Pfälzer, als GM Nikita Meskovs (4), der eigentlich schon auf Verlust stand, einen kapitalen Schnitzer seines Gegenübers ausnutzte und die Partie noch gewann.
So war es dann am Ende Neuzugang GM Mykhaylo Oleksiyenko am Spitzenbrett in seinem ersten Spiel für den neuen Verein, der den Mannschaftskampf entschied: Schon im Mittelspiel in aussichtsreicher Position, ließ es im Endspiel einige gute Möglichkeiten liegen, bevor er dann doch zu einem ungefährdeten Sieg kam.

Ganz anders die Voraussetzungen am Sonntag: Der Aufsteiger aus Norderstedt hatte noch keinen Mannschaftspunkt auf dem Konto und war als klarer Abstiegskandidat in die Saison gestartet. Die SG startete in gleicher Besetzung wie am Vortag, während die Gastgeber ein paar personelle Veränderungen vornahmen.
Doch am Anfang gab es wie so oft ein paar Punkteteilungen: GM Toms Kantans hatte deutliche Zeitvorteile, aber eine Bauernschwäche, die er jedoch mit dem richtigen Läufer kompensieren konnte. Simon Commercon hatte ungleichfarbige Läufer auf dem Brett und auf beiden Seiten ungewöhnliche Bauernstrukturen. So einigte man sich an beiden Brettern auf Remis.
GM Nikita Meskovs, der sich so langsam zum Topspieler entwickelt, brachte die Pfälzer in Führung, in dem er erst einen Bauern gewann und dann siegbringend in die gegnerische Stellung eindringen konnte. Kurze Zeit später legte IM Lev Yankelevich nach, der sich ein positives Endspiel erkämpft hatte. Erst gewann er einen Bauern; als er dann drohte mit einem Bauern einzuziehen steckte sein Konkurrent auf. Die nächste Punkteteilung erfolgte durch GM Mykhaylo Oleksiyenko, der in besserer Stellung ob der deutlichen Führung remis gab. Auch GM Arturs Neiksans stand etwas besser; als er jedoch seinen Mehrbauern zurückgeben musste, nahm er ebenfalls den halben Punkt mit.
Es wurde noch einmal ein bißchen spannend, als WGM Sarah Hoolt aufstecken musste. Sie startete einen Angriff auf dem Königsflügel, schaffte es aber nicht, den Damenflügel zu schließen, sodass ihr Widersacher dort gewinnbringend einbrechen konnte.
Aber IM Luca Shytaj ließ nichts anbrennen. Im Mittelspiel gewann er die Qualität, musste sich dann aber durch ein schwierigen Endspiel kämpfen, bevor er schlussendlich doch souverän gewann.
Mit 7:9 Punkten haben die Pfälzer nun drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, allerdings hat die Konkurrenz das deutlich leichtere Restprogramm, sodass man sich hier noch nicht in Sicherheit wiegen kann.(rs) (hier können die Partien nachgespielt werden)

 

17.12.2017: Tabellenführung erfolgreich behauptet:
Mit 6:2 behielt die Zweite am 5. Spieltag der 1. Pfalzliga gegen die zweite Vertretung des SK Ludwigshafen die Oberhand. Bereits nach knapp einer halben Stunde Spielzeit gingen die Hausherren an Brett 2 durch IM Ivan Sredojevic mit 1:0 in Führung. Dabei kam ihm ein Blackout seines Gegenübers zu Nutzen. Den nächsten vollen Punkt steuerte Enrico Krämer an Brett 6 bei. In einer feinen Positionspartie war der Schwarze am Ende nicht mehr in der Lage, alle Drohungen der aktiven weißen Figuren abzuwehren. In der Folge erhöhte die Familie Berend an den Brettern 3 und 4 durch souverän herausgespielte Siege auf 4:0. Den letzten Einzelsieg der Heimmanschaft errang Oliver Prestel an Brett 7. In einer nicht immer einfach zu spielenden Stellung übersah sein Gegner am Ende eine Mattwendung. Pascal Flierl fand an Brett 5 nicht den richtigen Plan und musste sich erstmals in dieser Saison mit einem Remis begnügen. Das gleiche Schicksal ereilte IM Gediminas Sarakauskas an Brett 1. Gegen einen glänzend aufgelegten Dr. Andreas Gypser war nicht mehr als eine verdiente Punkteteilung drin. In der längsten Partie des Tages musste sich Thomas Theel lange mit einem Minusbauern den Gewinnversuchen Hermann Kriegers erwehren. Am Ende entschied jedoch die schwarze Bauernphalanx am Damenflügel dem Tag. Mit jetzt 10:0 Mannschaftspunkten wurde die Tabellenführung erfolgreich behauptet.

9./10.12.2017: Am dritten Wochenende der Schachbundesligasaison 2017/18 trat die SG Speyer-Schwegenheim in Baden-Baden gegen die Schachfreunde Berlin sowie den USV Dresden an. Wie befürchtet gab es zwei Niederlagen. Während das 2:6 gegen Berlin recht deutlich ausfiel, war beim 3,5:4,5 gegen die Sachsen eine Überraschung wie im Vorjahr möglich.

Gegen die Schachfreunde Berlin gerieten die Pfälzer schon früh in Rückstand: GM Toms Kantans (Brett 2) ließ sich nach einem unklaren Eröffnungszug auf einen offenen Schlagabtausch ein, bei dem sein Spielpartner die besseren Züge fand.
Simon Commercon (6) opferte eine Figur, um zwei verbundene Freibauern zu erreichen. Da es ihm nicht gelang, diese zu kontrollieren, geriet er ebenfalls früh auf die Verliererstraße, sodass es schon lange vor der Zeitkontrolle 2:0 für die Hauptstädter stand.
Siegchancen hatte Enrico Krämer an Tisch 7. Er opferte in der Eröffnung ebenfalls eine Figur, bekam dafür aber drei Bauern und hielt den gegnerischen Monarchen schlecht geschützt in der Mitte des Brettes. Nach vielen guten Zügen seines Gegenübers verblieb jedcoh eine unklare Stellung, in der sich die Kontrahenten auf Unentschieden einigten.
Die Entscheidung zugunsten Berlins fiel wohl, als auch IM Lev Yankelevich (5) die Waffen strecken musste. Nach guter Eröffnung hatte er einen starken Königsangriff. Als dieser gestoppt wurden, bleiben am Schluss zwei Minusbauern. Zu viel, um noch etwas ausrichten zu können.
Zum 1:4 erreichte IM Luca Shytaj (4) eine Punkteteilung in einem allezeit ausgeglichenen Spiel.
Nun verlor auch FM Denis Mager an Tisch 8, der Zug um Zug mehr Probleme bekommen hatte. Ein entfernter Freibauer entschied hier am Ende.
Einziger Lichtblick des Tages war erneut GM Nikita Meskovs (3), der seinen Widersacher im Mittelspiel vor mehrere Probleme stellte, die dieser nicht alle lösen konnte. Dies brachte den dritten vollen Punkt für Meskovs im drittem Saisonspiel.
Als letzter kämpfte GM Arturs Neiksans am Spitzenbrett in etwas schwächerer Stellung um einen halben Zähler, den er nach einem Fehler im Endspiel nicht realisieren konnte.
So endete die Begegnung 6:2 für die Berliner, ein Ergebnis, welches nach dem Spielverlauf verdient, aber zu hoch ausgefallen ist.

Die Sonntagspartie wurde von einem Feueralarm überschattet, der wohl in der Küche der angeschlossenen Gaststätte ausgelöst wurde. Die angerückte Feuerwehr konnte die Ursache jedoch schnell beseitigen und die Örtlichkeit wieder freigeben, sodass bereits nach kurzer Zeit wieder Schach gespielt werden konnte.
Auch hier fing es wie am Vortag schlecht an: IM Luca Shytaj kam nicht gut aus der Eröffnung, leistete sich dann kleinere positionelle Fehler und verlor klar.
In einer ausgeglichenen Partie lieferte GM Nikita Meskovs den ersten halben Punkt für die Pfälzer ab.
Eine weitere Niederlage erlitt GM Toms Kantans, der im Mittelspiel einer Bauernwalze seines Spielpartners Tribut zollen musste und daraufhin deutlich verlor.
Denis Mager kam schlecht aus der Eröffnung, nutzte aber ein paar Ungenauigkeiten seines Gegners, um in ein ausgeglichenes Mitttelspiel zu kommen. Eine Punkteteilung war die Folge.
Den ersten Lichtblick schaffte der für Enrico Krämer ins Team gerückte Oliver Prestel, der Glück hatte, dass sein Gegenüber kurz vor der Zeitkontrolle einen vergifteten Bauern einsammelte. Prestel fand den möglichen Mattangriff und gewann.
Doch wie gewonnen so zerronnen: Simon Commercon kam mehrmals ins Hintertreffen, konnte sich auch ein paar Mal in die Begegnung zurückkämpfen, musste sich dann jedoch einem vorgerückten Bauern geschlagen geben.
Hoffnung keimte auf, als IM Lev Yankelevich ein bravouröses Bauernendspiel mit Springer gegen Läufer zeigte und die Partie zum vollen Punktgewinn zu Ende brachte.
Wieder war es GM Arturs Neiksans, der am längsten spielte, doch jetzt kämpfte er in einem Leichtfigurenendspiel um einen Mannschaftspunkt. Doch auch sein Widersacher wusste um die Bedeutung der Partie und ließ dem Letten keine Siegchance; das folgende Remis war zwar ein kleiner persönlicher Erfolg für den pfälzer Spitzenspieler, half aber am Ende nur zu einer knappen 3,5:4,5 Niederlage.
Da andere Abstiegskandidaten punkten konnten, fiel die SG Speyer-Schwegenheim mit 3:9 Punkten auf Platz 14 der Tabelle zurück. (rs)

Simultanerfolg gegen Ex-Weltmeister

Unter Leitung der Karpov-Schachakademie Rhein-Neckar e.V. lud das Deutsch-Amerikanische-Institut am Samstag (25.11.2017) zu einer Simultanveranstaltung in Heidelberg ein. Hier durften sich 25 meist jugendliche Teilnehmer gleichzeitig mit dem Schachweltmeister von 1975-1985 und 1993-1999 Anatoly Karpov messen, der nach wie vor gelegentlich beim deutschen Mannschaftsvizemeister SV Hockenheim am ersten Brett in der Schachbundesliga antritt.

Mit von der Partie war auch das Speyerer Nachwuchstalent Julian Stein, der in der Kreisligamannschaft der SG Speyer-Schwegenheim in dieser Saison ungeschlagen das erste Brett besetzt.

Nachdem Julian die englische Eröffnung gut pariert hatte, musste er nach einem Fehler im Mittelspiel eine Figur geben, bekam dafür jedoch zwei Bauern und eine aktive Angriffsposition. Durch geschickte Figurenentwicklung schaffte er es, einen dritten Bauern zu gewinnen, wodurch er eine sehr angenehme Stellung erreichte und sogar über einen Sieg nachdenken durfte. Jedoch war Karpov nicht umsonst 16 Jahre lang Weltmeister und ist auch mit 66 Jahren noch der mir Abstand beste in Deutschland spielende Akteur über 60 Jahren. Er sah eine Abwicklung, bei der er unter Preisgabe eines weiteren Bauern in ein Dauerschach abwickeln konnte.

Am Ende stand für den 15-jährigen Speyerer Jugendspieler ein erkämpftes Remis gegen einen ehemaligen Weltmeister und damit ein Erlebnis, an das er noch lange Zeit denken wird.

 

[Event "Simultan DAI Heidelberg"] [Date "25.11.2017"] [White "Karpov, Anatoly"] [Black "Stein, Julian"] [WhiteElo "2626"] [BlackElo "1471"] [Result "1/2"] [PlyCount "73"] 1. c4 e5 2. Nc3 Nc6 3. g3 Bc5 4. e3 d6 5. Bg2 Nge7 6. Nge2 Bg4 7. a3 a6 8. h3 Bh5 9. g4 Bg6 10. d4 exd4 11. exd4 Ba7 12. Be3 O-O 13. Nf4 Kh8 14. b4 Rb8 15. h4 h6 16. Ra2 Bh7 17. h5 Qd7 18. d5 Bxe3 19. dxc6 Bxf2+ 20. Rxf2 Nxc6 21. c5 Rfe8+ 22. Kf1 Ne5 23. Bf3 Nxf3 24. Qxf3 dxc5 25. Kg2 cxb4 26. axb4 c6 27. Rd1 Qe7 28. Rd4 Rbd8 29. Rfd2 Rxd4 30. Rxd4 Rd8 31. Rxd8+ Qxd8 32. Nfe2 Qe7 33. Qf4 f6 34. Qb8+ Bg8 35. Nf4 Qxb4 36. Ng6+ Kh7 37. Nf8+ 1/2 - 1/2

Als Tabellenschlusslicht reiste die SG Speyer-Schwegenheim am vergangenen Wochenende nach München, um sich dort mit dem FC Bayern München und dem gastgebenden MSA Zugzwang zu messen. Nach einem nicht ganz die Erwartung erfüllenden 4:4-Unentschieden am Samstag gegen die Schachabteilung des Fußball-Rekordmeisters versöhnte ein deutlicher 6:2-Erfolg an Sonntag gegen die Schachakademie.

Am Samstag trat die Vertretung der SG Speyer-Schwegenheim gegen die Schachmannschaft des FC Bayern München an. Aufgrund der ELO-Zahlen waren die Pfälzer leicht favorisiert, was jedoch beim Schach nicht immer aussagekräftig ist.
Nach etwa 3 Stunden Spielzeit ging es mit einem Paukenschlag los: IM Gabor Kovacs an Brett 8, der seinen Kontrahenten schon überspielt hatte, fiel auf ein eigentlich leicht zu sehenedes Damenopfer herein, und statt dem sicher geglaubten Punkt stand eine Niederlage.
Dem folgte eine friedliche Punkteteilung durch IM Miklos Nemeth (4). Hier hatte keiner der Spieler echte Siegchancen.
Den Ausgleich erzielte Nikita Meskovs (2), gerade erst zum internationalen Großmeister ernannt. Er ließ seinem Spielpartner wenig Raum zur Entfaltung und gewann relativ deutlich.
Mehr Fortune benötigte sein Landsmann GM Arturs Neiksans am Spitzenbrett, der nach starker Eröffnung durch ein paar ungenaue Züge unter Druck geriet. Dann nutzte er seinerseits Fehler seines Widersachers, um die Gäste in Führung zu bringen.
Diese hielt überraschend IM Lev Yankelevich (5), der schon früh schlechter stand und dann einen Bauern geben musste. Im Endspiel bewies er jedoch Theoriekenntnisse und rettete sich ins Unentschieden.
Einen halben Punkt steuerte auch GM Robert Ruck an Tisch 7 bei. Nach starker Eröffnung hatte er Siegchancen, fand aber richtige Fortsetzung nicht und musste sich mit einem Remis begnügen.
Auch GM Adam Horvath (3) hatte zwischenzeitlich durch einen Freibauern Chancen auf eine vollen Punkt, musste dann jedoch eine Qualität für einen Bauern geben. Im Endspiel behielt er jedoch die Nerven und rettete zumindest einen halben Punkt.
IM Luca Shytaj (5) kam schecht aus der Eröffnung, kämpfte sich dann jedoch in die Partie zurück. Ein Figurenopfer seines Spielpartners ließ ihn dann jedoch nicht die richtigen Züge finden, sodass er am Ende verlor, was zu einem leistungsgerechten 4:4-Endstand führte.

Ganz anders verlief die Begegnung am Sonntag, bei der die Gäste etwas deutlicher favorisiert waren und offensichtlich deutlich fokussierter waren als ihre Gegner.
Als IM Miklos Nemeth nach etwa 3 Stunden in etwas schwächerer Stellung ein Remis erreichte, stellten die mitgereisten Zuschauer fest, dass nun eigentlich alles nach Plan laufen müsste, da die Pfälzer an allen verbliebenen Brettern, zum Teil bereits deutlich, besser standen.
Erneut war es GM Nikita Meskovs, der den ersten vollen Punkt für Speyer-Schwegenheim einheimste. Hierzu nutzte er zwei unklare Züge seines Widersachers.
Die Führung baute GM Adam Horvath aus, als sein Spielpartner in bereits schwierig zu spielender Stellung einen katastrophalen Bauernzug spielte, der sowohl Material kostete als auch die Stellung zerstörte.
Für die Vorentscheidung sorgte der junge IM Lev Yankelevich, der im Mittelspiel einen Bauern gewann und dann die Figuren so abtauschen konnte, dass eine Gewinnstellung entstand.
Auch GM Arturs Neiksans hatte sich einen Bauern erkämpft, musste aber einen Königsangriff seines Gegenübers zulassen, den er zwar parieren konnte, aber nur zur Stellungswiederholung und damit Punkteteilung führte.
Beim Stand von 4:1 war kurz nach der Zeitkontrolle bereits klar, dass die Gäste gewinnen würden, denn sie hatten an allen drei verbliebenen Brettern Vorteile.
Aber einzig IM Gabor Kovacs konnte noch gewinnen. Nachdem er bereits einen Bauern erkämpft hatte, sperrte er eine gegnerische Figur ein, gewann diese und damit die Begegnung.
Auch IM Luca Shytaj hatte einen Mehrbauern, aber nach einem für ihn ungünstigen Figurentauschnnte er aus diesem Vorteil kein Kapital schlagen.
Ähnlich erging es GM Robert Ruck, der zeitweise deutlich aktiver stand, sich schlussendlich in einem Remisendspiel mit jeweils einer Dame und 5 Bauern befand. Mit 3:5 Punkten hat die SG die Abstiegsränge verlassen und hat mit Platz 11 zumindest vorläufig den Anschluss ans Mittelfeld geschafft. (rs)

22.10.2017: Am vergangenen Wochenende startete die SG Speyer-Schwegenheim in ihre zweite Schach-Bundesligasaison. Mit den Schachfreunden Deizisau sowie dem SK Schwäbisch Hall warteten gleich zum Anfang zwei dicke Brocken auf den Abstiegskandidaten aus der Pfalz, sodass hier größtenteils auf Legionäre verzichtet und junge Spieler aus den eigenen Reihen berücksichtigt wurden. So waren zwei klare Niederlagen einkalkuliert. Am Ende gingen beide Begegnungen standesgemäß, nach dem Spielverlauf aber jeweils zu deutlich mit 1,5:6,5 verloren.

Gegen den starken Aufsteiger aus Deizisau gab es am Samstag wie erwartet für die jungen Pfälzer (Durchschnittsalter 25 Jahre) wenig zu ernten. Zwar kamen alle Spieler gut aus der Eröffnung und ausgeglichen ins Mittelspiel, doch hier setzte sich wie so oft allmählich die größere Spielstärke durch.
Zuerst erwischte es Neuzugang FM Armin Farmani Anosheh an Brett 5. Mit den schwarzen Steinen versuchte er, aktiv zu spielen, nach ein paar Ungenauigkeiten musste er entscheidend Material geben und verlor.
Nich viel besser erging es FM Denis Mager (8), der in der Zeitnotphase einen unklaren Springerzug machte, der seine Stellung mittelfristig derart schwächte, dass nichts mehr zu reparieren war.
WGM Sarah Hoolt (Tisch 4) hatte in ihrem ersten Spiel für den neuen Verein ebenfalls keine Siegchance. Auch hier entschieden schlussendlich ein paar Ungenauigkeiten, die einen Bauer kosteten, zugunsten ihres Spielpartners.
Ebenfalls in der Zeitnotphase verlor ein weiterer Neuzugang: IM Lev Yankelevich (3) sah sich einem Königsangriff ausgesetzt, zu dessen Abwehr er bei ablaufender Zeit nicht mehr die richtigen Züge fand.
Vielversprechend sah es hingegen bei Enrico Krämer an Brett 7 aus, der aktiv spielte und in ein scheinbar ausgeglichenes Endspiel abwickelte. Doch auch hier reichten seinem erfahrenen Spielpartner ein paar unklare Züge und das Läuferpaar zum entscheidenden Bauerngewinn.
Nachdem auch noch GM Toms Kantans am Spitzenbrett die Waffen strecken musste, sah es bei Stand von 6:0 nach einem Debakel aus. Er eröffnete couragiert und nahm den offenen Schlagabtausch an, behielt aber dabei das Nachsehen.
Doch nun schlugen die Pfälzer zurück: Simon Commercon (6) fand in schwieriger Stellung einen überraschenden Angriffszug, worauf sein junger Kontrahent die Qualität geben musste. Nach einem gekonnten Manöver erhielten beide Spieler ihre Damen zurück, Commercon konnte aber daraufhin die Dame seines Widersachers und damit die Partie gewinnen.
Ebenfalls Siegchancen hatte IM Luca Shytaj (2), der nach einer gelungenen Kombination im Mittelspiel ebenfalls eine Qualität gewann. Doch bei ihm reichte es im Endspiel aufgrund der unsicheren Königsstellung nicht für einen Partiegewinn, jedoch sprang immerhin ein Remis heraus.
Das Endergebnis von 6,5:1,5 ist nach der Papierform standesgemäß, nach dem Spielverlauf jedoch zu hoch ausgefallen.

Am Sonntag wartete mit dem SK Schwäbisch Hall ein Gegner, der nach Papierform vor allen Dingen an den vorderen Brettern noch stärker war. Bei Speyer-Schwegenheim wurde der Sieger des Vortages, Simon Commercon, durch Pascal Flierl ersetzt.
Auch an diesem Tag verlief der Start alles andere als verheißungsvoll: IM Luca Shytaj, normalerweise sehr zuverlässig, patzte bereits in der Eröffnung, verbrauchte dadurch zu viel Bedenkzeit und musste einen Bauern geben. Doch auch dies half nicht gegen seinen erfahrenen Gegner, der ihn dann gekonnt ausspielte.
WGM Sarah Hoolt fand ebenfalls bereits in der Eröffnung kein Gegenspiel gegen den Angriff ihres Spielpartners. Auch hier war bereits vor der Zeitkontrolle Schluss. Ruhiger verlief die Partie für FM Denis Mager. In einer Begegnung ohne große Höhen und Tiefen gabe es am Ende eine gerechte Punkteteilung.
Wenig verheißungsvoll verlief dagegen das Spiel von Enrico Krämer. Am Ausgang der Eröffnung machte er ein paar unklare Züge, wodurch sein Gegenüber seine Entwicklung ungehindert vorantreiben konnte. Wie in dieser Spielklasse üblich reichten auch hier die geringen Vorteile zum Bretterfolg.
Sehr verheißungsvoll agierte hingegen FM Armin Farmani Anosheh, dessen Spielpartner gut vorbereitet Material opferte, um dadurch verschiedene Drohungen aufzustellen. Farmani konterte diese allesamt geschickt, hatte ständig mindestens eine ausgeglichene Stellung, verbrauchte aber dafür so viel Zeit, dass er schlussendlich wegen Überschreitung der Bedenkzeit verlor.
Auch IM Lev Yankelevich hatte durchaus Chancen, zumindest einen halben Punkt zu holen. Doch leider war hier das Endspiel mit ungleichfarbigem Läufer und einem Minusbauern nicht zu halten, da der Gegner zwei verbundene Bauern sowie den aktiveren König hatte.
Dieses Mal war es GM Toms Kantans vorbehalten, den einzigen Tagessieg für die Pfälzer einzufahren. Im Mittelspiel lancierte er einen Königsangriff, den sein Widersacher zwar gerade noch abwehren konnte, aber der junge Lette konnte dann einen Freibauer laufen lassen, der einzog und damit die Entscheidung brachte.
Schlussendlich kämpfte noch Pascal Flierl in einem Endspiel mit Dame und Turm und einem Minusbauern um einen halben Zähler. Als sein Spielpartner jedoch unter Gewinn eines zweiten Bauern forciert beide Figuren tauschen konnte, war auch hier die Schlacht zugunsten des Schwaben geschlagen.
Nach den beiden 1,5:6,5-Niederlagen hat die SG nach zwei Runden zwar die rote Laterne übernommen, aber man kann immerhin mitnehmen, dass man größtenteils mit deutlich stärkeren Spielern lange Zeit mithalten konnte. Zudem geht es in den nächsten beiden Runden (11. und 12. November) nach München, wo mit „den Bayern“ und MSA Zugzwang zwei Gegner warten, die man durchaus schlagen kann. (rs) Partien können hier nachgespielt werden