Auch der kurzfristige Ausfall eines Stammspielers kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die SG als Favorit nach Baden reiste und mit zwei Mannschaftspunkten rechnete.
So einigte sich GM Imre Hera am Spitzenbrett bereits nach kurzer Spielzeit mit seinem gegenübersitzenden Landsmann auf Unentschieden, zumal er in der Vorsaison gegen den gleichen Gegner deutlich verloren hatte.
Eine weitere Punkteteilung erfolgte durch IM Gabor Kovacs (4). Zwar hatte er Probleme mit seiner Bauernstruktur, tauschte aber die Figuren so geschickt, dass ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern übrig blieb.
Das dritte Remis folgte durch IM Oleg Boguslawski an Tisch 5, der zwar zeitweise optische Vorteile besaß, aber auch bei der nachfolgenden Analyse keinen Gewinnweg fand.
Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich das Desaster bereits ab.
So war es IM Miklos Nemeth (3), der die Niederlagenserie einleutete. Schnell verlor er einen Bauer, setzte dann voll auf Angriff. Nachdem sein Versuch, die gegnerische Dame zu fangen, gescheitert war, zeichnete sich weiterer Materialverlust ab und er musste aufstecken.
Wenig Chancen hatte Ersatzspieler Heiko Hauck (8), der bereits in der Eröffnungsphase viel Zeit in die Stellung investierte. Diese Bedenkzeit fehlte ihm dann, sodass er im Mittelspiel eine Figur verlor. Die nachher aufgestellten Fallen parierte sein Spielpartner allesamt, sodass am Ende die zweite Brettniederlage der Gäste zu Buche stand.
Für den endgültigen k.o. sorgte Neuzugang IM Christophe Philippe an Brett 7, der nach der Eröffnung recht gut stand, dann zu viel Energie darauf verwenden musste, einen vorgerückten Bauer zu verteidigen. Auch hier folgte erst ein Figuren- und danach der Partieverlust.
Ein interessantes Schwerfigurenendspiel hatte GM Adam Horvath (2) auf dem Brett, bei dem beide Kontrahenten Chancen hatten. Da jedoch keinem der beiden ein grober Patzer unterlief, einigte man sich schlussendlich auf eine Punkteteilung.
So war es dem Youngster Tom Decuigniere an 6 überlassen, für den einzigen Tagessieg der Pfälzer zu sorgen. Im Mittelspiel gewann er einen Bauer, stellte mehrere Fallen und benötigte am Ende eine Ungenauigkeit seines Spielpartners, um den Mehrbauer einziehen und Umwandeln zu können.
Am Ende steht eine verdiente 3:5-Niederlage, die die SG mit 2:4 Punkten auf Platz 8 der Tabelle unter 10 Mannschaften in den Abstiegskampf schickt.