18./19.02.2017: Runden 7+8 in Baden-Baden
18.02: DJK Aufwärts Aachen – SG Speyer-Schwegenheim 4 : 4
Bei der Samstagsbegegnung gegen DJK Aufwärts Aachen lief zunächst wenig nach Plan: Bereits nach weniger als zwei Stunden sah es nach einer klaren Niederlage aus — an mehreren Brettern waren Verluststellungen entstanden, an manchen Tischen sah es zwar gut aus, signifikant auf Gewinn stand aber keiner der pfälzischen Spieler.
So war es dann auch kein Wunder, dass man schnell 0:1 in Rückstand geriet: Nachwuchsspieler FM Denis Mager an Brett 8 stellte in der Eröffnung bereits einen Bauern ein, dem folgte im Mittelspiel ein zweiter. Entnervt steckte er auf.
Überraschender war dann der Ausgleich durch IM Luca Shytaj (6), der sich in der Eröffnung schon Stellungsvorteile erarbeiten konnte, dann zu einem sehenswerten Mattangriff ansetzte, den sein Spielpartner nur durch Herausgabe der Dame hätte abwehren können.
Doch wie gewonnen so zerronnen. GM Arturs Neiksans am Spitzenbrett hatte die abwechslungsreichste Partie des Tages: Er war schon früh auf der Verliererstraße, kämpfte sich jedoch wieder heran und hatte in der Zeitnotphase sogar einen klaren Gewinnzug, den er jedoch nicht fand. Dann machte er seinerseits den entscheidenden Fehler.
Für den erneuten Ausgleich sorgte sein lettischer Landsmann IM Nikita Meskovs (4). Er gab zwei Bauern für eine Angriffsposition, die jedoch erst zum Sieg führte, als sein Gegner die Qualität geben musste.
Für die einzige Führung der Pfälzer sorgte IM Gabor Kovacs an Tisch 5. Er gewann im Springerendspiel einen Bauern, der als Freibauer weit entfernt war; sein Gegner musste zur Rückgewinnung eine Figur binden, die dann auf der anderen Brettseite fehlte.
Doch auch hier folgte postwendend der Ausgleich. GM Sébastien Feller fand sich in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, jedoch einem weit fortgeschrittenen Freibauer gegenüber. In der Zeitnotphase reichten dann ein paar ungenaue Züge, um die Partie zu seinen Ungunsten zu entscheiden.
Beim Stand von 3:3 und zwei ausgeglichenen Partien wurde es dramatisch: Simon Commercon an Brett 7 war nach der Eröffnung bereits überspielt, fand sich aber nach dem Mittelspiel in einem Endspiel mit Turm, ungleichfarbigen Läufern und jeweils einem Bauern wieder. Eigentlich nicht zu verlieren, doch er tappte prompt in die gegnerische Falle und gab entnervt auf.
Doch diesen Fauxpas konnte IM Toms Kantans (3) ausmerzen. Er gewann im Endspiel mit Springer gegen Läufer und jeweils zwei Bauern erst einen Bauern, dann die Figur für den Bauern. Der Rest war Formsache.
Am Ende stand ein 4:4-Unentschieden, obwohl keine einzige Partie unentschieden endete. Wem dieser Punktgewinn weiterhilft, wird sich erst am Ende der Saison zeigen.
19.02: SG Trier – SG Speyer-Schwegenheim 5 : 3
Sonntags gegen die stärker einzuschätzenden Spieler der SG Trier kamen die Aufsteiger aus der Pfalz besser in Tritt. Nach zwei Stunden Spielzeit stand man an vielen Brettern ausgeglichen, nur am ersten Brett gab es Vorteile, am letzten Nachteile.
So war es dann auch FM Denis Mager, der an einem schwarzen Wochenende erneut als Erster aufstecken musste. Nach ausgeglichener Eröffnung konnte er einen gegnerischen Bauern nur unter Materialverlust stoppen und gab auf.
Nun folgten zwei Punkteteilungen durch IM Luca Shytaj in einer durchwegs ausgeglichenen Partie sowie IM Nikita Meskovs, der im Turmendspiel einen Minusbauern hatte, dieses aber problemlos remis halten konnte.
Die zweite Niederlage des Tages erwischte IM Toms Kantans, der nach ein paar unklaren Zügen einen Springereinschlag nicht sah, der den gesamten Verteidigungsapparat außer Gefecht setzte, was zu reichlich Materialverlust führte.
Ein klares Remis fügte GM Sébastien Feller hinzu. Hier hatten beide Seiten Chancen, jedoch keine klaren strategischen Ziele.
Da von den restlichen drei Begegnungen nun zwei gewonnen werden mussten, gab Simon Commercon zwei Figuren für einen Turm in der Hoffnung, einen Freibauer laufen zu lassen. Doch hier blockte sein Widersacher alle Bemühungen ab, sodass auch hier eine Punkteteilung folgte.
Auch IM Gabor Kovacs kam über eine Punkteteilung nicht hinaus. Er musste gar eine Figur für einen Bauern geben, doch konnte er dafür einen gegnerischen Läufer derart absperren, dass dieser nicht ziehen konnte. Eine Stellungswiederholung und damit Remis war die Folge.
Zu guter Letzt hatte GM Arturs Neiksans immer noch den Bauernvorsprung, den er sich bereits in der Eröffnung erkämpft hatte. Doch im Turmendspiel reichte dieser Vorteil nicht zum Sieg — auch hier wurde der Punkt geteilt.
Am Ende stand ein verdientes 5:3 für die SG Trier.