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Mannschaft bleibt in der 2. Bundesliga Süd

15.11:2015: Die Mannschaft der SG Speyer-Schwegenheim bleibt in der 2. Bundesliga Süd in der Erfolgsspur. Am zweiten Spieltag gab es bei der 2. Mannschaft des deutschen Meisters Baden-Baden einen knappen, jedoch hochverdienten 4,5:3,5-Sieg zu verbuchen. Hinter Aufsteiger Schönaich und Überraschungsmannschaft Untergrombach führen die Pfälzer verlustpunktfrei die Tabelle an.
Wie in der ersten Runde auch traten die Badener in Bestbesetzung an, während die Gäste ihr erstes Brett GM Arturs Neiksans durch IM Jivko Bratanov ersetzen mussten. Dies ergab nach der Papierform eine recht spannende Begegnung.
So waren auch am Anfang einige Punkteteilungen zu vermelden: Zuerst war es IM Gabor Kovacs an Brett 3, der in optisch leicht besserer, jedoch wohl relativ ausgeglichener Stellung ein Remisangebot seines Spielpartners annahm.
Kurze Zeit später bot auch IM Jivko Bratanov (5) seinem Kontrahenten ein Unentschieden an, da er nach vorher ebenfalls leicht besserer Stellung eine positive Abwicklung für seinen Gegner finden konnte, die dieser jedoch offensichtlich nicht fand.
Als auch dieses angenommen wurden, hatten die Plälzer zwei weiße Bretter, an denen sie sogar nominell etwas stärker waren, nicht gewinnen können. Doch hier ließen bereits die Stellungen auf den anderen Tischen die Mienen der mitgereisten Fans Siegesgewißheit erkennen.
Als dann auch noch Pascal Flierl (8) mit den schwarzen Steinen ein Remis erreichte, wobei er gar die bessere Stellung hatte, schien alles zugunsten der Gäste zu laufen.
Dies untermauerte IM Miklos Nemeth an Brett 4, der sich bereits nach wenigen Zügen deutliche Vorteile erarbeitet hatte. Er ließ nichts anbrennen und konnte zum Ende auch einen Verzweiflungsangriff seines Gegners parieren. Dabei hätte er Material gewonnen, sein Mitspieler ließ sich jedoch mattsetzen.
Die kurioseste Partie des Tages lieferte Simon Commercon (7) ab. Zum Mittelspiel hatte er leichte Vorteile, übersah dann allerdings eine Abwicklung, die ihn nicht nur eine Qualität, sondern auch die Stellung kostete. Einige unklare Züge des Gegenspielers in der Zeitnotphase bescherten ihm plötzlich die Initiative, was ihn dann mit immer noch einer Qualität Rückstand ein Dauerschach und damit eine Punkteteilung finden ließ. Vor lauter Freude darüber fand er leider eine ebenfalls mögliche zwingende Mattkombination nicht.
Sehr interessant war auch die Partie von IM Nikita Meskovs an Tisch 2. In einer starken Position opferte er die Qualität, um die gegnerische Stellung aufzuhebeln. Dabei gewann er drei Bauern, was ein interessantes Endspiel Läufer plus vier Bauern gegen Turm und Bauer ergab, welches er dann souverän gewann.
Bei einem Spielstand von 4:2 konnte nun IM Attila Csonka (6) seine Angriffsbemühungen einstellen, da eine Punkteteilung zum Mannschaftserfolg reichte. Zwischenzeitlich hatte er einen Bauern gewonnen, musste diesen jedoch wieder zurückgeben, um die Initiative zu behalten. Sehr fraglich, ob der Vorteil bei anderer Konstellation zum vollen Punkt gereicht hätte.
Einziger Wermutstropfen im Kelch der Gäste war die vermeidbare Niederlage von Spitzenspieler GM Adam Horvath. Er ging mit leicht besserer Position ins Endspiel, fand dort jedoch die richtigen Züge nicht und musste letztendlich die Segel streichen.
Am 13.12. wird zum ersten Heimspiel der Saison die Mannschaft aus Viernheim erwartet, die überraschenderweise noch keinen Punkt sammeln konnte und bereits mit dem Rücken zur Wand steht.
In der Bezirksliga gewann die dritte Mannschaft ihr Heimspiel gegen Bellheim II mit 5:3 und rangiert mit 4:2 Punkten in der oberen Tabellenhälfte. Es gewannen Niklas Thumm, Ralf Schlindwein, Joachim Reese und Walter Holzer bei Remisen von Thorsten Kunz und Wilhelm Kannegiesser.
Die fünfte Mannschaft erreichte in der Kreisliga ersatzgeschwächt ein 2:2 gegen Westheim III und bleibt mit 3:1 Punkten Tabellenführer. Lukas Drescher gewann, Wolfgang Boeck und Philipp Böhme spielten Unentschieden. -rs-