In Schifferstadt fand am Feiertag zu Christi Himmelfahrt das 54. Blitzturnier um den „Goldenen Hut“ für Vierermannschaften statt. Unser Verein war mit zwei Teams daran beteiligt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten erfolgreich. Die erste Vertretung gewann hinter Neuburg den zweiten Preis in der B-Gruppe, die zweite Vertretung schaffte es, nicht gänzlich am Tabellenende zu landen.
Vor allem die erste Mannschaft wusste die besonderen und ansonsten unüblichen Startbedingungen für sich zu nutzen. Es war nämlich erlaubt, pro Mannschaft Ersatzspieler, auch aus anderen Vereinen zu benennen und in beliebigem Tausch mit jeweils einem der vier Stammspieler einzusetzen. Im Kampf um die Preise bestritten die 19 Mannschaften ein Turnier jeder gegen jeden mit einer Bedenkzeit von fünf Minuten.
Unsere erste Mannschaft ging mit Michael Schreck, Richard Sommer, Obayd Alobid und Peter Flörchinger an die Bretter. Nach einigen Runden wurde das Quartett durch Anke Orschiedt-Eghbali unterstützt, die aus Landau angereist war und es ermöglichte, dass sich jeweils einer ihrer Kameraden eine kurze Auszeit nehmen konnte. Das kam vor allem Nestor Flörchinger zugute, der altersbedingt mit Konditionsproblemen kämpfte. Aber auch Richard Sommer und Obayd Alobid nutzten diese Möglichkeit.
Am Ende nahm das Team mit 19:17 Punkten den zweiten Siegerpokal in der B-Gruppe entgegen. Erfolgreichster Spieler war einmal mehr Senior Michael Schreck, der am ersten Brett ohne Pause alle Partien bestritt und mit sagenhaften 13 Punkten aus 18 Partien zahlreichen gegnerischen Spitzenspielern Punkte abnahm. Richard Sommer, ebenfalls bekannt für seine schnellen Finger und blitzschnellen Entscheidungen, behauptete sich an Brett zwei mit 9,5 Punkten aus 16 Partien ebenfalls hervorragend. Obayd Alobid sammelte in seinem ersten großen Blitzturnier wertvolle Erfahrungen, während Peter Flörchinger besonders in der ersten Turnierphase seine noch immer vorhandenen Fähigkeiten zur Geltung brachte.
Die zweite Vertretung, die als Jugendmannschaft gemeldet wurde, musste mit einem gewaltigen Handicap in das Turnier gehen. Sie konnte anfangs nur Quirin Anton, Lionel Grimm und Tim Lemke aufbieten, wodurch ein Punkt von vornherein verlorenging. Später traf Senior Jozsef Szeleczki ein, der das Team nicht nur komplettierte, sondern auch stabilisierte und somit einige wichtige Zähler verbuchte. Dadurch gelang es der Mannschaft, fünf Punkte zu erzielen und die Rote Laterne an die Jugend des Schachclubs Schifferstadt abzugeben.
Alle Teilnehmer durften, für die meisten gewissermaßen als Trostpreis, einen Bund Radieschen entgegennehmen, bevor die Heimreise angetreten wurde.