Zum Inhalt springen

Aufstieg fix: Erste Niederlage in letzter BL-Runde ohne Folgen

In der letzten Runde der 2. Bundesliga Süd musste die SG Speyer-Schwegenheim ihre erste Niederlage quittieren. Gegen den Aufsteiger TSV Schönaich konnten die Pfälzer nicht an ihre gute Form der vergangenen Runden anknüpfen und verloren verdient mit 3:5. Da die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Bundesliga bereits vorher feststand, ist diese Niederlage jedoch zu verschmerzen.
Da auch für die Gäste die Saison bereits gelaufen war, verzichteten beide Seiten auf mehrere Stammspieler und ließen einige Reservespieler auflaufen.
Mit dem ersten und wie sich herausstellen sollte einzigen vollen Punktgewinn für die Gastgeber eröffnete Pascal Flierl an sechsten Brett den Reigen. Bereits im Mittelspiel hatte er einen Bauer gewonnen, wehrte mehrere Angriffe seines Spielpartners ab; als er seinerseits drohte, einen Bauern einzuziehen, gab sein Widersacher auf.
Doch wenige Minuten später sorgte Großmeister Robert Ruck (2) ungewollt für den Ausgleich. Nach einem schwer zu berechnenden Schlagabtausch hatte er im Schwerfigurenendspiel einen Bauer mehr, jedoch mit einer unsoliden Königsstellung zu kämpfen. So war es dann ein Fehler, der dem Kontrahenten einen schnellen Gewinn ermöglichte.
Eine Punkteteilung erreichte Ingo Gellendin am letzten Brett. Stand er nach der Eröffnung gedrückt und hatte Entwicklungsprobleme, so schien er im Mittelspiel leichte Stellungsvorteile zu haben. Aufgrund schlechter Zeit und unklarer Position willigte er jedoch in ein Remisangebot ein.
Ebenfalls ein Unentschieden erreichte GM Adam Horvath am Spitzenbrett. Auch er hatte große Entwicklungsprobleme und konnte seine Figuren nicht wie gewohnt zur Entfaltung bringen. Kurz vor der Zeitkontrolle rettete er sich jedoch in eine Stellungswiederholung, die immerhin einen halben Punkt einbrachte.
So stand es zur Zeitkontrolle 2:2, doch bereits hier deutete sich eine Niederlage an.
So war es Simon Commercon an Tisch 5, der nach wenigen Zügen mit den schwarzen Steinen bereits Ausgleich erreicht hatte. Im Mittelspiel übersah er jedoch einen taktischen Einschlag seines Gegners, der ihn eine Qualität und einen Bauern kostete. Material, welches er nicht mehr kompensieren konnte, sodass er am Ende die Segel streichen musste.
Die letzte Hoffnung auf einen vollen Bretterfolg lag bei IM Gabor Kovacs (4), der optische Vorteile hatte. Doch auch ihm gelang es nicht, daraus Kapital zu schlagen und er musste sich in eine Punkteteilung fügen.
Der Mannschaftskampf war entschieden, als auch IM Toms Kantans (3) aufgeben musste. Im Mittelspiel hatte er einen Bauern verloren, versuchte noch, eine Figur zu opfern, um einen Bauernvorstoß zu lancieren, doch sein Spielpartner lehnte das Opfer ab und nutzte den immer noch vorhandenen Mehrbauer zum Erfolg.
So einigte man sich auch am zuletzt verbliebenen Brett 7 auf Unentschieden. Hier sah sich Thomas Theel die ganze Begegnung über in die Defensive gedrängt, schafft es aber, die Stellung derart zu schließen, dass seinem Widersacher kein Durchbruch gelang.
Mit 16:2 Punkten ist die SG trotzdem klar und mit 3 Mannschaftspunkten Vorsprung Meister.