Die SG Speyer-Schwegenheim ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Gastspiel bei der SG Kaiserslautern in der Oberliga Südwest brachte den Vorderpfälzern nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn den ersten Saisonsieg. Am Ende stand ein hart erkämpftes 5:3 zu Buche.
Erneut mussten die Gäste mehrere Spieler ersetzen, sodass wiederum zwei Ersatzspieler an die Bretter traten.
So war es dann auch Luis Wenzl am letzten Brett, der eigentlich der vierten (!) Mannschaft angehört und als zusätzlich gemeldeter Jugendlicher seinen ersten Einsatz für die erste Mannschaft überhaupt bestritt, der die Punkteverteilung eröffnete. Er beantwortete ein offensichtlich inkorrektes Opfer seines Kontrahenten mit einem geschickten Abwehrkampf, tauschte mehrere Figuren und wickelte das Endspiel souverän wie ein alter Hase zum Bretterfolg ab.
IM Christophe Philippe (4) erhöhte wenig später auf 2:0. Er schaffte es zuerst, einen Springer in der gegnerischen Stellung unterzubringen, danach ließ er seine Bauern wandern. Das brachte ihm zuerst eine Figur und danach den Partiegewinn ein.
Doch dieser Vorsprung sollte nicht lange halten. Bereits am Ende der Eröffnung übersah IM Oleg Boguslawski (2) eine mehrzügige Kombination seines Widersachers, die ihn in eine ungünstige Position beförderte. Sein Gegenspiel reichte offensichtlich nicht aus, um seinem Gegenüber Paroli bieten zu können. Er musste aufgeben.
Auch Michael Schreck an Tisch 7 verlor. Nach engagierter Eröffnung drohte sein Gegenüber, beide Flügel zu öffnen.In dieser Phase übersah der Speyerer ein Zwischenschach, was ihn eine Figur kostete. Er kämpfte noch weiter, es war aber nichts mehr zu retten.
Simon Commercon (5) brachte seine Farben wieder in Führung. Nach einem Bauerngewinn im Mittelspiel positionierte er drei Figuren vor dem gegnerischen König, während er seinen eigenen Monarchen geschützt hielt. Das richtige Figurenopfer zur rechten Zeit führte dann zum sofortigen Erfolg.
Doch auch diese Führung hielt nicht lange: Pascal Flierl (6) übersah im Mittelspiel einen Zug und war danach postwendend auf der Verliererstraße. Ein paar gestellte Fallen halfen auch nicht, sodass am Ende nur die Aufgabe blieb.
So waren es schließlich FM Tom Decuigniere und IM Gabor Kovacs an den Brettern 1 und 3, jeweils mit den weißen Figuren, die nach 6 Stunden Spielzeit die Entscheidung bringen mussten, jedoch waren beide Partien zu diesem Zeitpunkt unklar.
IM Kovacs hatte in einem Turm-Springer-Endspiel die bessere Bauernstruktur und forcierte seine Figuren. Dadurch gelang es ihm, einen Bauer zu gewinnen und daraufhin seinen entfernten Freibauer laufen zu lassen. Das Endspiel Dame gegen Turm bei jeweils einem verbliebenen Bauer war dann reine Formsache. Somit gelang ihm nach seinem Fauxpas in der letzten Runde dieses Mal die Entscheidung.
FM Decuigniere hatte im Endspiel Läufer, Springer und zwei Bauern gegen einen Turm und drei Bauern. Wahrscheinlich etwas besser für schwarz, doch der junge Franzose in Reihen der SG gewann den wichtigen Freibauer, tauschte einen Bauer ab und gewann den noch verbliebenen Bauer und damit die Begegnung. Eine richtig starke Leistung zum Abschluss!
Weiter geht es bereits in zwei Wochen. Am 3. Dezember steht ein Gastspiel beim SV Koblenz II an.