Nachdem die erste Mannschaft ihre Saison in der 1. Pfalzliga bereits Ende März mit einem hervorragenden dritten Platz beendet hatte, standen heute für unsere übrigen vier Teams die jeweils letzten Partien auf dem Programm. Gespielt wurde in einer gemeinsamen zentralen Runden in der Schlosshalle in Bad Bergzabern. Ein tolles Ambiente, vielen Dank an den gastgebenden Verein für die großartige Organisation und Verpflegung vor Ort!
Die fünfte Mannschaft spielte in der Kreisklasse gegen Maxau-Wörth IV und musste aufgrund Personalmangels ein Brett freilassen. René Radler verlor aufgrund einer Fesselung seines Springers auf c6 entscheidend Material und gab kurze Zeit später auf. Auch Raúl Radler musste sich nach Materialverlust seiner Gegnerin geschlagen geben. Eine sehr gute Partie spielte Henry Kirchner, der leider eine – allerdings wirklich schwer zu sehende – Kombination für einen möglichen Figurengewinn verpasste. In der Folge kippte auch diese Begegnung, sodass für die Mannschaft am Ende ein 0:4 zu Buche stand. Somit belegte das Team in der Schlusstabelle den letzten Platz. Schwamm drüber, hier ging es für unsere sehr jungen Spieler in diesem Jahr von vornherein nur darum, Spielpraxis zu sammeln!
In der Bezirksklasse traf die vierte Mannschaft auf Maxau-Wörth II. Auch hier blieb ein Brett unbesetzt, was allerdings auch für den Mannschaftsführer sehr überraschend kam. Diesen Rückstand konnte Dawoud Khello ausgleichen, der seinen eigentlich favorisierten Gegner souverän bezwingen konnte. Die Partie von Jürgen Zeidler blieb durchgehend ausgeglichen und endete folgerichtig auch mit einem Remis. Deutlich wechselhafter verlief die Partie von Carl Hoffmann, der schließlich in einem Endspiel mit drei Mehrbauern und einer Minusfigur landete. Auch hier einigten sich die beiden Akteure auf ein Remis. Winfried Radach stand von Beginn an unter Druck, der Raumnachteil und das aktivere Figurenspiel seines Gegners erwiesen sich schließlich als spielentscheidend. Sehr mannschaftsdienlich versuchte nun Willi Kannegießer eine objektiv völlig ausgeglichene Stellung noch auf Gewinn zu spielen. Er konnte sogar noch einen Bauern gewinnen, mehr als ein Remis war aber einfach nicht mehr zu holen. Durch die 2,5:3,5-Niederlage fiel das Team mit 4:8 Punkten auf den sechsten Tabellenplatz zurück.
In der Bezirksliga stand für die dritte Mannschaft eine sportlich eher bedeutungslose Partie auf dem Programm, den Klassenerhalt hatte sich das junge Team bereits zuvor gesichert. Deutlich wichtiger war da die Begegnung der zweiten Mannschaft, die noch die Chance hatte, sich mit einem Sieg aus eigener Kraft die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die 2. Pfalzliga Ost zu sichern. Aufgrund des Engagements der beiden Mannschaftsführer und großen organisatorischen Aufwands im Vorfeld war es gelungen, alle 16 Bretter zu besetzen.
Die dritte Mannschaft spielte gegen den Tabellennachbarn aus Jockgrim, der leider nur zu fünft antreten konnte. Bevor es also überhaupt richtig losging, stand es bereits 3:0. Niklas Thumm, Richard Sommer und Luis Wenzl kamen so zu kampflosen Siegen – gerade für Niklas äußerst ärgerlich, der extra für die Begegnung aus Frankfurt angereist war. Das Gesamtergebnis war damit aber noch lange nicht sicher, da die Jockgrimer an den übrigen fünf Brettern nominell klar favorisiert waren. Bogdan Sharshatkin griff bereits in der Eröffnung fehl und verlor entscheidend Material. Nach einem Damentausch wurde auch die Hoffnung auf Gegenspiel zunichte gemacht und Bogdan gab die Partie folgerichtig auf. Eine sehr spannende Partie spielte Stefaniia Goncharenko, die zwischenzeitlich sogar etwas besser stand und schließlich in einem schwierigen Turmendspiel landete. Hier behielt sie die Nerven und erzielte schließlich ein Remis, eine wirklich starke Leistung von Stefaniia! Den entscheidenden Punkt zum Mannschaftssieg holte Tim Lacroix, der gut aus der Eröffnung kam und danach einen Figurengewinn souverän zum Sieg ummünzte. Volker Papp stand seinerseits unter starkem Druck seines Gegners, der schließlich die g-Linie öffnen und einen unwiderstehlichen Angriff auf den auf h1 sehr unglücklich positionierten König Volkers initiieren konnte. Ebenfalls geschlagen geben musste sich Stefan Hüner, der in einer lange ausgeglichenen Partie während der Zeitnotphase entscheidend in Nachteil geriet. Das änderte am Gesamtsieg allerdings nichts mehr, durch das 4,5:3,5 verbesserte sich das Team auf 8:10 Punkte und sicherte den hervorragenden sechsten Tabellenplatz ab.
Mit Spannung erwartet wurde das Spiel der zweiten Mannschaft. Der Spielplan wollte es so, dass es in der Schlussrunde zur Begegnung mit Bellheim II und damit zum absoluten Spitzenspiel kam. Die Ausgangslage war klar: während Bellheim ein Unentschieden zur Meisterschaft genügen würde, musste unser Team den Mannschaftskampf unbedingt gewinnen. Nominell gingen die Bellheimer etwas favorisiert in die Partie, allerdings war durchaus ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten. Bereits zu Beginn sah es insgesamt vielversprechend aus: Clemens Sprenger konnte einen Bauern gewinnen, Obayd Alobid erfreute sich bereits in der Eröffnungsphase sogar einer Mehrfigur. Etwas gedrückt stand am Spitzenbrett Julian Stein, der sich allerdings sehr umsichtig verteidigte und die Stellung ausgleichen konnte. An den übrigen Brettern war zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel passiert. Julian gelang es schließlich, sich einen Freibauern zu verschaffen, der die Partie gegen den gegnerischen IM schnell zu seinen Gunsten entschied. Eine tolle Leistung und ein toller Auftakt für die Mannschaft, mit dem in dieser Form nicht zu rechnen war. Anschließend einigte sich Peter Flörchinger mit seinem Spielpartner in einer völlig ausgeglichenen Stellung angesichts des Verlaufs an den anderen Brettern mannschaftsdienlich auf Remis. Eine starke Partie spielte auch Daniel Winzer, der in einem Mittelspiel mit ungleichen Läufern mit seinem Turm auf die 7. Reihe eindringen und entscheidend Material gewinnen konnte. Angesichts des Freibauern auf a6 gab sich sein Gegner geschlagen. Kurz darauf verwertete Obayd seinen Materialvorteil souverän zum Sieg und erhöhte auf 3,5:0,5. Entschieden war der Mannschaftskampf damit noch nicht, in den noch laufenden Begegnungen sah es an zwei Brettern eher hoffnungslos aus, die beiden anderen Partien waren noch sehr spannend. Bei Clemens war die Stellung trotz seines Mehrbauern wohl nicht mehr zu gewinnen, die beiden Spieler einigten sich folgerichtig auf Remis. Timo Hüner hätte trotz Materialnachteils beinahe eine Festung aufbauen können, musste die Partie schließlich aber doch aufgeben. Zwischenzeitlich hatte Julian Geggis in einer lange ausgeglichenen Partie einen Bauern gewonnen. Nach dem Abtausch der letzten Leichtfiguren leitete Julian in ein klar gewonnenes Bauernendspiel über und stellte somit sowohl den Mannschaftssieg als auch die Meisterschaft sicher! In der letzten noch laufenden Partie erzielte Anas Shabib trotz objektiv schlechterer Stellung ein Remis – hier hatte sein Gegner angesichts des Gesamtstands wohl etwas die Lust verloren. Am Ende stand also ein überraschend deutliches 5,5:2,5 zu Buche, wodurch man die Bellheimer noch überholte und die Saison mit hervorragenden 16:2 Punkten an der Tabellenspitze abschloss. Damit krönte das Team seine tolle Saison mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 2. Pfalzliga Ost. Gleich mehrere Spieler hatten großen Anteil an diesem tollen Erfolg. Mert Gündüz blieb am Spitzenbrett mit 5/7 ungeschlagen, an Brett 2 überzeugte Julian Geggis mit herausragenden 6,5/7. Weiter hinten punktete Clemens Sprenger mit 7,5/8 wie immer äußerst zuverlässig, auch Daniel Winzer (6,5/8) spielte eine wirklich starke Saison!
Unser besonderer Dank gilt den Mannschaftsführern, die durch ihre organisatorische Arbeit im Vorfeld der Partien einen maßgeblichen Anteil an unseren Erfolgen hatten!