Mit einem klassischen Fehlstart begann am Sonntag für unsere zweite Mannschaft die neue Saison in der 2.Pfalzliga. Gegen den Vorjahresdritten SC Herxheim zahlte der Aufsteiger mit 2:6 Lehrgeld. Allerdings konnte man sich angesichts der zahlreichen negativen Vorzeichen bei diesem Heimspiel ausrechnen, dass die Gäste als klarer Sieger das Haus der Vereine verlassen würden. Ohne die Spitzenspieler Mert Gündüz und Thorsten Kunz war an den oberen Brettern nicht viel zu erwarten und eine Niederlage einkalkuliert. Bereits nach einer guten Stunde musste Anas Shabib (Brett 6) seine Partie aufgeben. Ein früher Figurenverlust war nicht mehr wettzumachen. Eine halbe Stunde später erwischte es Timo Hüner am Spitzenbrett, der auf dem Königsflügel vollkommen eingeschnürt und durch mehrfache Drohungen überlastet wurde. Leider wurde der große Kampfgeist, den unsere Spieler daraufhin zeigten, nicht belohnt. Einige Probleme bereitete Peter Flörchinger (3) seinem Gegner, hervorgerufen durch ein Bauernopfer. Doch in der entscheidenden Phase übersah er einen Figurengewinn, was sein Kontrahent zum Endspielerfolg nutzte. Sehr gut hielt sich an Brett 8 Dirk Wegner, der seinen Gegner am Königsflügel beherzt angriff. Dieser konterte jedoch die Attacke durch eine Bauernwalze und drehte so den Kampf. Großartig und lange hielten sich an den Brettern 2 und 4 Daniel Winzer und Bogdan Sharshatkin. Aber ihre Gegner erwiesen sich als zu stark und sehr erfahren. So gelang es erst in der Verlängerung den beiden verbliebenen Schwarzspielern, ein Debakel zu verhindern. Alexander Pelt (5) nutzte das ungenaue Spiel seines Gegners während dessen Zeitdrucks kurz vor der Zeitkontrolle zu einem zweifachen Bauerngewinn, wonach dieser die Uhr abstellte. Nahezu die gesamte zur Verfügung stehende Bedenkzeit verbrauchten Jozsef Szeleczki (7) und dessen Gegner, ehe ihre überaus spannende Partie beendet war. In einem Endspiel mit ungleich verteiltem Material wechselte der Vorteil. Der Herxheimer spielte mit Dame, Turm und unter anderen vor allem mit einem Freibauern auf der a-Linie, den er allmählich bis a7 trieb. Gerade noch vor dem Einzug zur zweiten Dame gelang es Jozsef aber, mit Dame, Springer und einem Stoßbauern erfolgreich den vernachlässigten Königsflügel zu stürmen und matt zu setzen. Nach dieser hohen Niederlage befindet sich unsere Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz, was hoffentlich nicht so bleibt. Dieser erste Auftritt unseres Teams in der Auftaktrunde zeigt deutlich, dass wohl allein in Bestbesetzung die Chance auf den angestrebten Klassenerhalt besteht.