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Oberliga Südwest: Bittere 3,5:4,5-Niederlage gegen SK Landau

Auch am zweiten Spieltag der Saison in der Oberliga Südwest endete die Negativserie der SG Speyer-Schwegenheim nicht. Gegen SK Landau gab es in Unterzahl eine vermeidbare 3,5:4,5-Niederlage.

Es erinnert schon an Slapstick wie die SG in Unterzahl geriet: Für die 500 Meter von ihrer Unterkunft im Hotel Löwengarten zum Spiellokal in der Rulandstraße in Speyer verließen sich die ungarischen Spieler auf ihre Fußgängernavigation, wurden von dieser jedoch verlassen. Zwei der drei kamen um 11:26 Uhr gerade noch rechtzeitig im Spiellokal an – bei Spielbeginn um 11 Uhr und einer Karenzzeit von 30 Minuten – für den Dritten war es zu spät: um 11:30 Uhr stand es 1:0 für die Gäste.

Doch selbst mit diesen Malus hatte man noch gute Siegchancen, war man doch an den vorderen Brettern deutlich stärker und an den hinteren nur unwesentlich schwächer als der Gegner.

Aber Simon Commercon an Brett 5 wählte den falschen Ausgang aus der Eröffnung, versuchte dann noch zu klammern, die Position wurde jedoch immer weniger haltbar, sodass er am Ende aufstecken musste.

Diesen Rückschlag kompensierte GM Adam Horvath (2), der trotz der fehlenden Zeit souverän agierte, einen Bauern opferte und damit die Königsstellung öffnete. Eine Figuren- uns später der Partiegewinn waren die logische Folge.

Für den Ausgleich sorgte Pascal Flierl (6), der die gegnerische Dame auf Kosten eines Bauern auf seine Grundreihe ließ, diese dort einsperrte und mit einer mehrzügigen Kombination gewinnen konnte. Einige kleinere Klippen waren noch zu meistern, doch er behielt die Nerven und punktete voll.

An dieser Stelle einigte sich Michael Schreck an Tisch 8 mit seinem Gegenüber auf Unentschieden; hier hatte sich die Partie in ein Schwerfigurenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern entwickelt, wo sich die Figuren gegenseitig neutralisierten und keiner der Kontrahenten ohne sofortigen Materialverlust einen Angriff starten konnte.

Die SG geriet erneut in Rückstand, als Heiko Hauck (7) im Endspiel nicht die richtigen Züge fand. Im Mittelspiel gewann er eine Qualität, musste diese jedoch später zurückgeben, um seinen König zu schützen. So kam es zum Turmendspiel, welches er voraussichtlich hätte unentschieden gestalten können.

Eine unspektakuläre, jedoch sehr souveräne Partie lieferte IM Oleg Boguslawski am Spitzenbrett ab. Er erkämpfte sich mit zwei Schwerfiguren eine offene Linie und agierte strategisch so stark dass sein Spielpartner eine Figur für zwei Bauern geben musste. Diese gewann Boguslawski zurück. Dadurch war die Begegnung gelaufen.

Nun hing es an IM Miklos Nemeth (3), der schlecht aus dem Mittelspiel kam und im Endspiel einen Bauern verlor. Er versuchte noch ein paar Fallen zu stellen, jedoch agierte sein Gegenüber sehr umsichtig, sodass der Ungar am Ende aufgeben musste. Ob die am Anfang verlorene Zeit schuld daran war wird sich nie feststellen lassen.

Mit 0 Mannschaftspunkten muss sich die SG, die nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga direkt wieder aufsteigen wollte, nun nach unten orientieren, um nicht in Abstiegssorgen zu geraten.