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Große Erfolge unserer Jugendlichen beim Schachkongress in Eisenberg

Heute fand beim Schachkongress das Jugendturnier statt. Leider fanden nur zwei unserer Jugendlichen den Weg nach Eisenberg, dafür waren diese beiden aber überaus erfolgreich.
In der U10 dominierte Niclas Betz das Teilnehmerfeld von Beginn an. Nachdem er die ersten drei Runden gewonnen hatte, musste er sich nur in der 4. Runde mit einem Remis begnügen. Nach drei weiteren Siegen hatte er am Ende mit 6,5 Punkten aus 7 Partien einen ganzen Punkt Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Ein toller Erfolg für Niclas, der sein großes Talent erneut unter Beweis stellte.
In der U14 ging Quirin Anton ins Turnier und legte mit 3/3 ebenfalls einen Blitzstart hin. Nach zwei Niederlagen in den beiden folgenden Runden fiel er etwas zurück, konnte aus den letzten beiden Partien aber noch weitere 1,5 Punkte sammeln. Quirin landete schließlich mit 4,5 Punkten auf einem sehr guten 4. Platz in der Gesamtwertung. Auch Quirin hat damit seine in den letzten Monaten stark ansteigende Form wieder einmal bestätigt.
Zuvor hatten im Rahmen des Kongresses bereits das Einzelblitzturnier und das in drei Gruppen unterteilte Schnellschachturnier stattgefunden. Beim stark besetzten Blitzturnier belegte Thorsten Kunz unter 58 Teilnehmern nach 15 Runden mit guten 8,5 Punkten den 19. Platz, unser Routinier Peter Flörchinger erzielte 7 Punkte, Quirin kam auf sehr erfreuliche 6,5 Punkte. Beim Schnellschachturnier gingen Roger Kühn und Jozsef Szeleczki in der B-Gruppe an den Start. Nach sieben Runden lag Roger mit 4 Punkten auf Platz 10, dicht gefolgt von Jozsef mit 3,5 Punkten.
In den Hauptturnieren nehmen dieses Jahr sieben Spieler unseres Vereins teil. Nach vier gespielten Runden liegen einige noch sehr aussichtsreich im Rennen, hier geht es am Freitag und Samstag mit den drei abschließenden Runden weiter.

26.3.2023 Meisterschaft in der Kreisklasse

In der Kreisklasse stand heute in Hagenbach die zentrale Endrunde an. Unsere 6. Mannschaft traf in einem richtigen Endspiel um den Titel auf Bellheim IV. Dabei war die Ausgangslage klar: ein Unentschieden reicht uns, bei einer Niederlage wird Bellheim Meister. Die Aufstellung der Bellheimer ließ ein Duell auf Augenhöhe erwarten, und so kam es dann auch. An allen Brettern entwickelten sich spannende Partien, sodass Prognosen zunächst einmal schwierig waren. Schließlich konnten Carl Hoffmann und Hovhannes Pavlyan jeweils einen Bauern gewinnen, an Brett 1 sah es dagegen nicht so gut aus, an Brett 4 hatte sich eine sehr taktische Partie mit ungewissem Ausgang entwickelt. Hier fiel auch die erste Entscheidung – Quirin Anton behielt in der offenen Stellung den Überblick und brachte das Team nach entscheidendem Materialgewinn mit 1:0 in Führung. In der Zwischenzeit hatte Carl einzügig eine Figur eingestellt, abgesehen von diesem Aussetzer spielte er eine gute Partie und hätte beinahe noch einen Weg zum Remis gefunden – trotzdem aber 1:1. Zum Matchwinner avancierte Hovhannes, der in einem Endspiel mit Damen und ungleichen Läufern seine Figuren aktiver stellte und seinen Gegner sogar einzügig matt setzen konnte. Die mit Abstand längste Partie spielten Volker Papp und Elina Seelinger an Brett 1 – in einem gutklassigen Spiel bestätigten beide ihre gute Form dieser Saison. Nach spannendem Spielverlauf musste Volker sich schließlich geschlagen geben, mit mannschaftsübergreifend 6,5 Punkten aus 8 Partien spielte er dennoch eine überragende Saison.
Somit also eine Punktlandung: das 2:2 reichte zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Kreisliga!
Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreiche Mannschaft!

18./19.3.2023 Bei der letzten Doppelrunde der 2. Bundesliga Süd musste die SG Speyer-Schwegenheim sowohl gegen Gastgeber Ötigheim als auch gegen OSG Baden-Baden II jeweils eine knappe und hart umkämpfte 3,5:4,5-Niederlage einstecken. Da gleichzeitig der Verfolger Heilbronner SV mit 4,5:3,5 gewann, sind die Pfälzer nach 9 Jahren Zugehörigkeit zu den Bundesligen, davon 3 Spielzeiten in der 1. Bundesliga, in die Oberliga abgestiegen. Wäre auch nur eine der drei Begegnungen 4:4 ausgegangen, so hätte die SG den Klassenerhalt geschafft und Heilbronn hätte den Gang in die Drittklassigkeit antreten müssen.

Samstags gegen Ötigheim rechnete man sich in Reihen der Pfälzer wenig aus: waren die Bretter 1-3 und 8 noch halbwegs ausgeglichen, hatte man an den Tischen 4-7 jeweils etwa 200 ELO-Punkte weniger als der jeweilige Gegner.

Doch es begann verheißungsvoll: IM Tomislav Bodrozic (5), der den größten ELO-Rücktand hatte, stand nach der Eröffnung etwas aktiver und trotzte seinem Spielpartner schon früh einen halben Punkt ab.

Dann war es Simon Commercon (8), der durch ein sehenswertes Qualitätsopfer die gegnerische Königsstellung öffnete und mit genügend Materialgewinn aus dem Angriff herauskam, sodass Speyer-Schwegenheim die Führung übernahm.

Doch wie gewonnen so zerronnen: IM Christophe Philippe an Brett 7 griff am Königsflügel an; nachdem dieser Angriff verpufft war, zeigten sich seine Schwächen am Damenflügel, sodass sein Kontrahent relativ mühelos eindrang und den Mannschaftskampf ausglich.

Die spannendste Partie des Tages lieferte FM Tom Decuigniere (6). Der junge Franzose opferte gegen seinen erfahrenen Landsmann mutig eine Figur für drei Bauern, spielte danach sehr präzise, sodass sich das Ungleichgewicht am Ende aufhob und der Punkt geteilt wurde.

Die nächste Punkteteilung gab es bei GM Toms Kantans (2). In einer allezeit ausgeglichenen Partie standen sich am Ende die verbliebenen Bauern gegenüber, sodass für die Figuren kein erfolgreiches Durchkommen mehr möglich war.

Spannender ging es am Spitzenbrett zu. Hier hatten sowohl GM Nijat Abasov als auch sein gegenüber Siegchancen, doch nach einem Dauerschach wurde auch hier der Punkt geteilt.

Klare Vorteile hatte IM Gabor Kovacs (3), der einen Mehrbauer hatte, doch nachdem er diesen zurückgeben musste, kämpfte auch er erfolgreich, um den halben Punkt einzufahren.

So war es dann an IM Oleg Boguslawski (4), den wichtigen Punkt zu sammeln. Doch bereits am Ausgang der Eröffnung verlor er einen Bauer. Diesen hätte er zurückgewinnen können, übersah das aber in der Zeitnotphase. So verblieb ein Freibauer, der selbst bei ungleichfarbigen Läufern zum Bretterfolg des Badeners reichte.

Somit war die Begegnung knapp 3,5:4,5 verloren.

Besser erschienen die Aussichten sonntags gegen OSG Baden-Baden II, wo die ELO-Abstände insgesamt nicht ganz so deutlich waren.

Doch hier begann es schlecht: Nach schnellen Punkteteilungen von GM Abasov und IM Kovacs verlor Commercon recht früh. Er hatte dem Angriff seines Kontrahenten nichts entgegenzusetzen und musste untätig zuschauen, wie dieser in seine Stellung eindrang und Bauer um Bauer gewann.

Doch FM Decuigniere gelang postwendend der Ausgleich. Er warf im Mittelspiel seine Figuren samt König nach vorne und gewann dann aufgrund seines Raumvorteils.

In der Zeitnotphase erwischte es IM Bodrozic: er verteidigte den gesamten Partieverlauf über, schaffte es dann aber nicht, seine 40 Züge innerhalb der Zeitvorgabe zu erledigen und verlor in schlechter Stellung auch noch wegen Zeitüberschreitung.

Doch auch hier kamen die Pfälzer zurück. IM Boguslawski blieb trotz eines drohenden Mattangriffs seines Gegenübers ruhig, kombinierte überlegt weiter und gewann zwei Bauern. Dies reichte, um den erneuten Ausgleich herzustellen.

Endgültig ins Hintertreffen gerieten die Pfälzer, als GM Kantans die Kontrolle über seine Partie verlor. Nach der Eröffnung erkämpfte er sich zwei Figuren für einen Turm, ließ dann aber unverständlicherweise die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen. So verlor er einen entscheidenden Bauer, der seine Figuren immer auf dem Damenflügel beschäftigte, sodass sich ein Spielpartner auf dem Königsflügel zum Gewinn kämpfen konnte.

Als letztes spielte noch IM Philippe. Nachdem es lange Zeit nicht gut für ihn aussah, fand er sich in einem Endspiel Turm und Läufer gegen Turm wieder. In aller Regel nicht zu gewinnen, versuchte er jedoch alles, doch nach weit über 6 Stunden Spielzeit berief sich sein Gegner auf eine Regel, nach der eine Partie Unentschieden erklärt wird, wenn 50 Züge keine Figur geschlagen oder kein Bauer gezogen wurde.

Somit stand am Ende auch hier eine knappe 3,5:4,5-Niederlage, die aufgrund des gleichzeitigen Sieges von Heilbronn den Abstieg der SG Speyer-Schwegenheim besiegelte.